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Erdbeben in der Türkei, Brandkatastrophe in Kaprun, Lawinenunglück in Galtür, Bergwerkseinsturz in Lassing und natürlich die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001. Katastrophen, an die man sich auch Jahre danach noch genau erinnern kann. 

 

Der Katastrophenhilfsdienst des Roten Kreuzes bereitet sich auf solche Ereignisse intensiv vor, auch wenn Oberösterreich in den letzen Jahrzehnten glücklicherweise von behördlich ausgerufenen Katastrophen verschont geblieben ist. Großunfälle, wie die Zugsunglücke in Wels und Traun oder Busunglücke auf heimischen Autobahnen, passieren immer wieder. 

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Der Katastrophenhilfsdienst des Roten Kreuzes ist sowohl für nationale, als auch für internationale Einsätze gerüstet. Die Emergency Response Unit (ERU), also die schnelle Eingreiftruppe, kann innerhalb weniger Stunden weit über die Landesgrenzen hinaus ihre Arbeit aufnehmen. Erdbeben, Tsunamis, Hurrikans, Hochwasser und Überschwemmungen: Wir leben in einem Jahrzehnt der Naturkatastrophen. Seit dem Jahr 2000 haben die Desaster weltweit etwa 2,8 Milliarden Menschen betroffen. Die Rotkreuz-Bewegung agiert als weltweites Hilfsnetzwerk mit der zentralen Aufgabe menschliches Leid zu lindern. Ziel der Rotkreuz-Katastrophenhilfe ist es, Menschen in Notsituationen rasch und unbürokratisch zu helfen. Diese Hilfe erfolgt finanziell, materiell und personell. 

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Wilfried Hildenbrand, auslandserfahrender Spezialist im Bereich der Trinkwasseraufbereitung

Für die Bewältigung von Großkatastrophen wie das Erdbeben in Haiti, das Millionen Menschen obdachlos machte, arbeiten Rotkreuz-Experten aus aller Welt, so auch aus Wels, Hand in Hand. Spezialeinheiten mit Schwerpunkten wie Gesundheit/medizinische Versorgung, Trinkwasser, Unterkunft, Telekommunikation, usw. funktionieren dann im Katastrophengebiet wie ein Räderwerk. International hoch angesehen sind zum Beispiel die ÖRK-Spezialisten im Bereich Trinkwasser und Sanitär, Telekommunikation sowie Such- und Rettungsteams, die besonders nach Erdbeben zum Einsatz kommen. Einsätze und Hilfsmaßnahmen werden stets mit der Rotkreuz- bzw. Rothalbmondgesellschaft des betroffenen Landes und der internationalen RK-Bewegung abgestimmt. 

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 Das Österreichische Rote Kreuz, Bezirksstelle Wels verfügt über einen eigenen Katastrophenhilfsdienst, der für Einsätze im eigenen Bereich jederzeit abrufbereit ist. Die verschiedenen Fachbereiche, die für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gerüstet sind und hier vorgehalten werden sind: 

Die Einheiten Sanitätshilfsstelle (SanHist) und Mobiles Sanitätsteam (MobSan), die für die akute Medizinische Versorgung im Schadensgebiet und den Transport der Verletzten oder Erkrankten vorgesehen sind. Ausgelegt sind diese Einheiten für 50 Patienten. 

Die Einheit Unterkunft und Camp, die im Falle einer notwendigen Evakuierung von Wohngebäuden nach Bränden oder z.B. Gasaustritten, gemeinsam mit den lokalen Behörden für eine Unterbringung der Betroffenen sorgt.

Die Einheit Verpflegung, die in besonderen Situationen die Versorgung mit Essen und Trinken sichert.

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