HENRI. Die Preisverleihung 2016

Von der Dienstfreistellung im Anlassfall, der Beachtung des freiwilligen Engagements bei Bewerbungen, die Zurverfügungstellung von Equipment für Vereine, bis hin zur Integration von Asylwerbern sowie beinahe tägliche Krankenbesuchsdienste – das Engagement zur Förderung der Freiwilligkeit war bei jedem der eingereichten Projekte besonders und einzigartig. Das OÖ. Rote Kreuz möchte sich an dieser Stelle bei allen bedanken, die sich und/oder ihr Projekt im Zuge des HENRI. Der Freiwilligenpreis eingereicht haben.

Gewinner Kleinstunternehmen: FireServ e.U.

Geschäftsführer Andreas Kapeller achtet bei der Einstellung von Mitarbeitern auf das freiwillige Engagement im Lebenslauf. Zudem werden im Anlassfall Dienstfreistellungen gewährt.

Der CEO bringt sich selbst freiwillig im OÖ. Roten Kreuz ein und auch als Nachwuchstrainer beim FC Blau-Weiss Linz ist er aktiv. Zudem stellt sein Unternehmen Ressourcen kostenlos oder vergünstigt Vereinen zur Verfügung.

Kleines Unternehmen: Autohaus Bad Leonfelden

Das Mühlviertler Unternehmen bietet sofortige und unkomplizierte Hilfe in Akutphasen und gewährt dem OÖ. Roten Kreuz bei Reparaturen Spezialkonditionen. Ein zusätzlicher Service wurde mit dem Hol- und Bringdienst von defekten Rotkreuz-Fahrzeugen eingerichtet. Eine weitere Maßnahme bildet die Zurverfügungstellung von Ressourcen, wie ein Mannschaftstransporter.  

Mittleres Unternehmen: Loxone Electronics

Das national und international erfolgreiche Unternehmen hat sich entschlossen, die Helferinnen und Helfer, die sich in die Betreuung von flüchtenden Menschen im nahegelegenen und grenznahen Gebiet einbrachten, in der hauseigenen Kantine zu verköstigen. Stellenausschreibungen werden dem OÖ. Roten Kreuz direkt übermittelt und bereits sieben freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiter sind beruflich bei Loxone aktiv. Freiwilligkeit ist bei dem Mühlviertler Unternehmen zudem Chefsache: Sowohl der Geschäftsführer als auch der Prokurist engagieren sich freiwillig beim Roten Kreuz.

Großes Unternehmen: Sparkasse OÖ

Seit vielen Jahren unterstützt die Sparkasse OÖ zahlreiche gemeinschaftsfördernde Projekte. Mit dem Projekt "Zweite Sparkasse" überzeugte das Unternehmen die Jury: Von der Schuldnerberatung, der Caritas oder Neustart vermittelte Personen erhalten Zugang zu einem kostenlosen Konto. Normalerweise wird in finanzielle Not geratene Personen die Öffnung eines Kontos verwehrt. Die Sparkasse OÖ hat es sich aber zum Ziel gemacht, diese Menschen zu unterstützen. Die gesamte Verwaltung wird von den MitarbeiterInnen freiwillig erbracht. Die Kosten werden von der Sparkasse OÖ getragen.

Gemeinde: Laakirchen

Für das Projekt "LaafIT" (Laakirchen für Integration und Toleranz) wurde die Gemeinde Laakirchen mit dem HENRI. Der Freiwilligenpreis ausgezeichnet. Sowohl die Gemeinde, als auch die Pfarre, sämtliche Parteien und die Bevölkerung hat sich entschlossen, Asylwerber in das Gemeinschaftsleben zu integrieren - bspw. als Schülerlotse. Zusätzlich engagieren sich Betriebe, Institutionen sowie Bildungseinrichtungen, um diese Integration zu fördern. Aber auch das allgemeine Vereinsleben wird vorbildlich von der Gemeinde unterstützt.

Schulen: Berufsschule 5 aus Linz

Überaus engagiert sind Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule 5 aus Linz. Die Organisation von Blutspendeaktionen, Erste-Hilfe-Kurse sowie diverse Aktionstage sind obligat. Zudem unterstützt die Schule ein Behindertenheim in Kirchdorf und sorgte für die Errichtung einer Werkstatt und übernahm die Gestaltung des Outdoorbereiches. Auch das Projekt "Pro Sudan" wurde ins Leben gerufen. Dadurch konnte eine Einrichtung für Schulen sowie der Ankauf eines Rettungsfahrzeuges vor Ort angekauft werden.

Verein: HELP Mobil

Bei diesem Projekt geht es um Menschen ohne Versicherungsschutz und ohne Wohnung. Sie erhalten Zugang zu einer medizinischen Basisversorgung. Das HELP Mobil ist jeden Montag und Freitag an verschiedenen Standorten in Linz zu finden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten dabei Beratungsgespräche und an kalten Tagen auch Notversorgung mit Tee an.

Einzelperson: Kornelia Haselsteiner

Wenn es um freiwilliges Engagement geht, ist Kornelia Haselsteiner ein Tausendsassa: Seit 1987 nimmt sie sich einer geistig behinderten Frau an, erledigt den Einkauf, unternimmt Freizeitaktivitäten und was sonst noch so anfällt. Ein- bis zwei-Mal pro Monat engagiert sie sich zusätzlich noch im örtlichen Tagesbetreuungszentrum. Wenn es ihr ausgeht, dann übernimmt Frau Haselsteiner die Reinigung und das Schmücken der Kapelle und der Kirche, pflegt die Verkehrsinsel und betätigt sich als Leseoma. Dem noch nicht genug: Sie ist zudem auch Arbeitskreisleiterin der Gesunden Gemeinde.

Blutspenden: ÖH & JKU

Seit 1985 werden am Campus der JKU regelmäßig Blutspendeaktionen durchgeführt. 5.000 BlutspenderInnen krempelten in den über 30 Jahren ihre Ärmel hoch und spendeten somit knapp 2.500 Liter Blut!

Medienpreis: Philipp Hirsch

Als erster Journalist verbrachte OÖNachrichten-Redakteur Philipp Hirsch eine Nacht im ehemaligen Postverteilerzentrum - das war aber nicht der letztendliche Grund für die Auszeichnung: "Philipp Hirsch ist ein äußerst objektiver Journalist. Er geht der Sache auf den Grund, will möglichst viel Detailinformationen einholen und stellt kritische Fragen", erklärt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Walter Aichinger den Hintergrund der Auszeichnung.

Bilder

Weiteres Bildmaterial sowie Fotohinweis finden Sie unter eventfoto.at

socialshareprivacy info icon