Suchhunde
Es ist nicht alleine die Hilfe von Menschenhand, die Leben retten kann. In Katastrophenfällen ist es häufig die Nase eines Suchhundes, die die Retter zur richtigen Spur führt und somit Menschenleben rettet. Die Suchhundestaffeln des OÖ Roten Kreuzes werden zur Suche von Vermissten im Inland, aber auch bei internationalen Katastrophen eingesetzt.
Derzeit gibt es in Oberösterreich 56 speziell ausgebildete Suchhundeteams. Diese sind auf die fünf Bezirke Gmunden, Perg, Vöcklabruck, Braunau und Linz (voestalpine) verteilt und decken ganz Oberösterreich ab.
Einsatz der Suchhunde in Vöcklabruck
Da ein sechs-jähriger Schüler vom Unterricht nicht nach Hause kam, alarmierte seine Mutter am Donnerstag 1. Dezember im Bezirk Vöcklabruck die Polizei. Sogleich wurde auch die Suchhundestaffel des OÖ. Roten Kreuzes informiert. Insgesamt 11 Einheiten waren innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Doch schon während der Einsatzbesprechung kam die Entwarnung. Der Bub hatte nur den Schulbus verpasst.
Einsatz der Suchhunde in Vöcklabruck
Am 28. August 2011 ging in den Mittagsstunden in der Leitsstelle Vöcklabruck die Information über eine vermisste Person ein. Bereits um 12:15 waren sechs Suchhunde-Teams im Einsatz und begannen, nach vorhergehender Einsatzbesprechung mit der Polizei, mit der Suche. Unterstützung erfolgte durch die Freiwillige Feuerwehr Vöcklabruck. Nach einer Stunde wurde die Suchaktion seitens der Suchhunde aufgrund der heißen Wetterlage abgebrochen.
Erfolgreicher Einsatz in Gmunden
Am 16.02.2011 um ca. 14:20 Uhr erfolgte die Alarmierung durch die Leitstelle Gmunden: ein schwer dementer und orientierungsloser 84-jähriger Mann wurde als abgängig gemeldet. Es war dies bereits das dritte Mal in Folge.
Drei Suchhunde-Teams begannen mit der Suche um 15:15 Uhr. Unterstützung erfolgte durch die Polizei und die freiwilligen Feuerwehren Gmunden, Altmünster und Ohlsdorf. Der letzte Sichtungsort in der Ohlsdorferstraße war der Ausgangspunkt. Gegen 16 Uhr wurde eine Polizeihundestreife nach Aufnahme einer Geruchsquelle im Wohnhaus des Mannes fündig. In der Nähe seines Wohnhauses wurde der Vermisste wohlbehalten angetroffen.
Neujahrseinsatz in Schwertberg
Gleich am ersten Tag des Neuen Jahres kam um 19:20 Uhr der Alarm: eine 51-jährige, zuckerkranke Frau aus Schwertberg wurde abgängig gemeldet. Erschwerend war, dass sie ohne Handy und Medikamente außer Haus gegangen ist.
Da eine Grobsuche durch die FF. Schwertberg im Zentrum von Schwertberg erfolglos blieb, wurden die Feuerwehren Aisting, Poneggen und Winden zur Verstärkung alarmiert und die Suche ausgedehnt. Mit 100 Mann von Feuerwehr, Polizei und 6 Suchhundeteams des Roten Kreuzes wurde systematisch jede Straße und jeder Garten durchsucht.
Die Suche endete erfolgreich, als um 23:30 Uhr die Frau hockend an einer Mauer entdeckt wurde. Sie war ansprechbar, aber unterkühlt und offensichtlich verwirrt. Nach der Erstversorgung durch das Rote Kreuz wurde sie zur Kontrolle ins Krankenhaus Enns gebracht.
Sucheinsatz in Grünau mit tragischem Ausgang
Siebzehn Suchhundeteams im Einsatz
Am späten Nachmittag des 16. November 2010 wurde eine 33-jährige Frau aus Grünau im Almtal abgängig gemeldet. Die zweifache Mutter war von einem Arztbesuch nicht rechtzeitig zurückgekommen. Die sofort eingeleitete Suche verlief vorerst ergebnislos. Das Großaufgebot an Suchkräften umfasste die Bergrettungen aus Grünau, Steyerling, Kirchdorf und Gmunden mit Unterstützung durch die örtlichen Feuerwehren.
Nach Alarmierung durch die Rettungsleitzentrale wurde die Suche durch den Einsatz von 17 Suchhundeteams des Roten Kreuzes intensiviert. Das schwer zugängliche und unüberschaubare Gebiet wurde von insgesamt mehr als 110 Einsatzkräften durchkämmt. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.
Die Suche endete am Nachmittag des 18. Oktober leider tragisch. Die versierte Berggeherin wurde an einem steilen Bergabhang tot aufgefunden.
Erfolgreicher Suchhunde-Einsatz in Aigen-Schlägl
Am 19.10.2010 wurde ein in der Ortschaft Breitenstein, Gemeinde Aigen im Mühlkreis, wohnhafter 76-jähriger Mann als abgängig gemeldet. Der gehbehinderte Mann war von einem Spaziergang nicht mehr zurück gekommen.
Da die Gegend um Aigen-Schlägl teilweise unwegsam und stark bewaldet ist, wurden von der Polizei die Suchhundeteams des Roten Kreuzes angefordert. Unmittelbar nach der Alarmierung um 19:20 Uhr waren bereits vier Suchhundeteams aus Rohrbach am Einsatzort, drei weitere Teams machten sich aus Freistadt bzw. Linz auf den Weg.
Die Suchteams bekamen von der Polizei ein Waldgebiet zugeteilt und begannen sogleich gemeinsam mit Unterstützung von ortskundigen Feuerwehrmännern Waldränder und Wege systematisch zu durchkämmen.
Nachdem die Suche vorerst um ein Uhr nachts erfolglos abgebrochen wurde, startete man erneut am darauffolgenden Tag. Bereits kurz darauf kam die freudige Mitteilung, dass der gesuchte Mann von einer Rotkreuz-Mitarbeiterin zwar unterkühlt, aber den Umständen entsprechend wohlbehalten gefunden wurde.
Die folgenden Suchhundeteams waren am Einsatz beteiligt:
Fritz Wurm mit Hündin Elli / Koni Wurm mit Rüden Dino / Marianne Reischl mit Rüden Elano / Gerald Mayerhofer mit Hündin Jamie / Josef Jank mit Hündin Skippy / Kasim Hadziefendic mit Rüden Samy / Andreas Dela-Rosa mit Hündin Dana
Ansprechpartner
Mag.(FH) Maria Thorwartl
Tel.: 0732/76 44-131
E-Mail










