Gärgase

© Fotolia.de

Unsichtbare Gefahr im Weinkeller

Im Herbst gärt in den Fässern der Wein. Das ist eine gefahrvolle Zeit für all jene, die jetzt in den Weinkellern arbeiten müssen. "Durch die Gärung wird Kohlendioxid gebildet. Bereits ab einem Anteil von acht Prozent in der Atemluft kann es zu Bewusstlosigkeit und zum Tod durch Ersticken kommen", erklärt Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz. "Kohlendioxid ist besonders gefährlich, weil es weder zu sehen noch zu riechen ist. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Menschen ums Leben gekommen, weil sie die Gefahr nicht rechtzeitig bemerkt haben." Die „Kerzenprobe“ ist gefährlich, weil erst ab 14% Kohlendioxidanteil die Flamme erlischt.

 

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall, darf der Ersthelfer die Gefahrenzone nicht betreten. Es muss sofort der Notruf abgesetzt werden. Spezialkräfte sind anzufordern. Die Feuerwehr verfügt über geeignete Atemschutzgeräte und kann daher zum Opfer vordringen. Schreiber: "Schalten Sie das Absauggebläse des Kellers ein.. Kann der Verunglückte geborgen werden, so sind sofort die Lebensfunktionen (Bewusstsein, Atmung) zu überprüfen und gegebenenfalls die lebensrettenden Sofortmaßnahmen einzuleiten." Der Ersthelfer soll zum Eigenschutz nie eine Gefahrenzone betreten.

 

Übrigens können sich Gärgase auch in Silos und überall dort wo Gärungsprozesse ablaufen bilden!

Icon Drucken