Giftpflanzen

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Vorsicht bei giftigen Pflanzen

Goldregen, Maiglöckchen, Tollkirschen, Fingerhut und Knallerbsenstrauch - die Liste von giftigen Pflanzen ließe sich noch sehr lange fortsetzen. In Parks, beim Spaziergang und sogar im eigenen Garten können dunkelblau leuchtende Tollkirschen, die in langen Trauben am Strauch hängenden gelben Blüten des Goldregens oder die schneeweißen Beeren des Knallerbsenstrauchs für Kinder eine große Verlockung darstellen. Erdbeeren oder Himbeeren schmecken sehr gut, warum also sollte eine Tollkirsche das nicht auch tun?

 

An die Möglichkeit einer Vergiftung sollten Eltern dann denken, wenn ihr Kind Symptome wie zum Beispiel Bewusstseinsstörungen, Rauschzustände, Übelkeit oder Erbrechen zeigt. Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz: "Um einer möglichen Vergiftung auf die Spur zu kommen, hilft es, das Kind zu befragen, oder Spielkameraden, Angehörige, Personen, die sich in der Nähe aufhalten. Achten Sie auch auf eventuelle Reste im Mund des Kindes."

 

Welche Symptome durch giftige Pflanzen auftreten können und welche Maßnahmen der Ersten Hilfe zu ergreifen sind, können Eltern in den "Erste-Hilfe-Kursen für Kindernotfälle" des Österreichischen Roten Kreuzes erfahren. Kinder sollten auch, sobald es möglich ist, über die Gefahren von giftigen Pflanzen aufgeklärt werden.

 

Schreiber: "Auf jeden Fall sind bei Verdacht auf Vergiftung die Anrufe in der Vergiftungsinformationszentrale und der Notruf 144 wichtig. Wenn das Bewusstsein fehlt, Atmung- und Kreislaufzeichen aber vorhanden sind, muss der Patient in die stabile Seitenlage gebracht werden, bei einem Atem- Kreislaufstillstand sind die lebensrettenden Sofortmaßnahmen  Herzdruckmassage und Beatmung durchzuführen."

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