Notfallcheck

Wer fürchtet sie nicht, diese Situation: Man findet - auf der Strasse, zuhause oder bei Freunden  einen reglos am Boden liegenden Menschen. Oder kommt zu einem Unfall als erster Unbeteiligter dazu. Panik kommt auf: Was ist zu tun? Oberstes Prinzip: Kühlen Kopf bewahren, auf mögliche Gefahren achten, absichern, bergen.

Um den Patienten richtig versorgen zu können, bedarf es nun einer Überprüfung der Lebensfunktionen Bewusstsein und Atmung – der Notfallcheck.

Danach ist man in der Lage, die Notfalldiagnose zu stellen und anschließend sofort die erforderliche lebensrettenden Sofortmaßnahme zu ergreifen.
Einfach durchzuführen, braucht man dazu weder medizinische Kenntnisse oder Gerätschaften, sondern nur unsere 5 Sinne, Hausverstand und die Kenntnis der richtigen Durchführung des Notfallchecks:

  • Annähern an einen Notfallpatienten so, das dieser einen sehen kann.
  • Die Bewusstseinskontrolle erfolgt durch Ansprechen, Berühren an der Hand oder am Unterarm und durch Zufügen eines Schmerzreizes am Handrücken. (Bild Notfallcheck)


Reagiert der Patient situationsgerecht, so ist er orientiert und bei Bewusstsein. Der Notruf wird abgesetzt und der Ersthelfer führt weitere Erste Hilfemaßnahmen durch wie Blutstillung, Wundversorgung, Schockbekämpfungsmaßnahmen…)

Reagiert der Patient nicht, so ist er ohne Bewusstsein – der Ersthelfer soll nun mit dem Hilferuf die Umgebung aufmerksam machen und so weitere Ersthelfer mobilisieren: “Hilfe, kann mir jemand helfen?“ Die dadurch herbeigerufenen weiteren Helfer sollen dann den Notruf absetzen und Defibrillator und Verbandskasten organisieren.

  • Als Vorbereitung zur Atemkontrolle ist es unerlässlich, die Atemwege freizumachen: Der Ersthelfer fasst mit einer Hand an die Stirn-Haargrenze und mit der anderen an das Kinn.
  • Durch das Anheben des Kinns und nackenwärts gerichtete Überstrecken des Kopfes wird die zurückgesunkene Zunge gehoben so ein Freimachen der Atemwege ermöglicht.
  • die Atemkontrolle anschließen: durch Sehen von Bauch- und Brustkorbbewegungen, Hören und Fühlen der Ausatemluft an seiner Wange prüft der Ersthelfer maximal 10 Sekunden lang, ob eine normale Atmung feststellbar ist - Im Zweifelsfall sollten Sie immer davon ausgehen, dass keine Atmung vorhanden ist.



Stellen der Notfalldiagnose:

  • Reagiert der Patient, so sind die Lebensfunktionen erhalten – Notruf, weitere Betreuung und Erste Hilfemaßnahmen.
  • Ist der Patient ohne Bewusstsein, hat jedoch eine normale Atmung, so ist er bewusstlos – stabile Seitenlage, Notruf, weiter Betreuung, regelmäßige Kontrolle der Atmung
  • Hat der Patient keine normale Atmung, so hat er einen Atemkreislaufstillstand – Notruf, sofortiger Beginn der Wiederbelebung mit 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen im Wechsel.
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