Retten aus der Gefahrenzone

Rautekgriff
Betritt ein Ersthelfer die Gefahrenzone, so geschieht dies ausschließlich nur, um den Verletzten so rasch und schonend wie möglich zu retten und ihn so aus der Gefahrenzone zu bringen.
Zu beachten ist, dass eine Rettung nicht immer möglich ist.
Sobald der Eigenschutz nicht mehr gewährleistet oder der Verletzte eingeklemmt ist, bleibt dem Ersthelfer nur die Möglichkeit der Absicherung und Verständigung von Spezialkräften mittels Notruf.
Die Entscheidung für oder gegen die Durchführung der Rettung muss der ausgebildete Ersthelfer stets situationsgerecht entscheiden und kann somit nicht pauschal beantwortet werden.
Mit den nachfolgend gezeigten Techniken können Patienten schnell, schonend und ohne Hilfsmittel aus akuten Gefahrensituationen geborgen werden. Personen, die bei Bewußtsein sind, soll stets erklärt werden, welche weiteren Schritte unternommen und diese gegebenfalls mit ihm abgesprochen werden.
Wegziehen
Eine der einfachsten Rettungsmethoden für Verunglückte, die am Boden liegen, ist das Wegziehen. Beide Arme des Verletzten werden überkreuzt und sein Kopf darauf gelagert. Unter leichtem Anheben des Oberkörpers –so wenig wie möglich, um die Wirbelsäule einschließlich Halswirbelsäule zu schonen- kann so der Patient so weit wie nötig transportiert werden. (Fotos Wegziehen)
Tipp für den Helfer: Achten Sie stets auf rückenschonendes Arbeiten. Dazu ist es notwendig, den Körperschwerpunkt so tief wie möglich zu verlagern, in die Knie zu gehen und somit auch beim Heben die ganze Last nicht der eigenen Wirbelsäule zuzumuten.
Rautekgriff
Sind nach einem Verkehrsunfall eine oder mehrere Personen aus einem Fahrzeug zu retten, ermöglicht der nach seinem Erfinder benannte Rautekgriff ein rasches Aufnehmen und Transportieren des Verletzten über kurze Distanzen:
- nach dem Öffnen der Fahrzeugtür, Kontaktaufnahme und Bewusstseinskontrolle des Verletzten wird gegebenenfalls ein noch laufender Motor abgestellt.
- Eine Kontrolle der Arme und Beine stellt sicher, das sie frei und nicht eingeklemmt sind.
- Anschließend ist der Sicherheitsgurt zu öffnen – dabei darauf achten dass der Verunglückte gestützt wird, um ein nach vorne Fallen des Oberkörpers und des Kopfes zu verhindern.
- Einen Unterarm des Verletzten quer vor dessen Oberkörper legen, dann von rückwärts unter seinen Achseln durchgreifen und den Unterarm erfassen. Hierbei ist darauf zu achten, alle fünf Finger nach vorne schauen zu lassen, um den Verletzten beim anschließenden Herausheben keinen zusätzlichen Schaden zuzufügen.
- Den Verletzten leicht drehen und herausziehen.
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