Tierbisse und Tollwut
Vorsicht bissig!
In unseren Breiten ist die Tollwut selten geworden - in Asien oder Afrika stellt sie ein größeres Problem dar. "Bei Fernreisen sollte diese Gefahr nicht unterschätzt werden", warnt Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz.
Die Krankheit wird durch den Speichel bei Bissen übertragen, zum Beispiel durch Füchse oder Dachse. Am häufigsten sind aber Hundebisse. Wildlebende Tiere gehen dem Menschen normalerweise aus dem Weg. Verhalten sich sonst scheue Tiere ungewöhnlich, sei Misstrauen angebracht, so Schreiber: "Tollwutkranke Tiere können widernatürlich zutraulich sein, werden dann plötzlich bösartig und beißen unvermittelt zu." Auch Kadaver bleiben infektiös.
Beim Menschen verläuft die Tollwut in drei Stadien: Im ersten treten laut Schreiber Fieber, Kopfschmerzen, Brennen, Jucken und Schmerzen im Bereich der Bisswunde auf. Im zweiten Stadium kommt es unter anderem zu Angstgefühlen und Krämpfen der Schluckmuskulatur. Im dritten Stadium lassen die Krämpfe wieder nach, es treten fortschreitende Lähmungen auf, die schließlich zum Tod führen.
Nach einem Biss sollte der Patient auf schnellstem Wege zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gebracht werden, wo eine Tollwutimpfung verabreicht wird.
Bei Reisen ins Ausland empfiehlt Dr. Schreiber, sich zu informieren. In bestimmten Regionen wird eine Tollwut-Schutzimpfung empfohlen.
Weiter Erste-Hilfe-Tipps
Asthmaanfall
Atem-Kreislauf-Stillstand
Bergen
Blasen
Blitzschlag
Defibrillator
Einbrechen am Eis
Erfrierungen
Erste Hilfe - Allgemeines
Ersticken
Ertrinken
Fieberkrämpfe
Gärgase
Gefahrenzone
Giftpflanzen
Helmabnahme
Herzdruckmassage und Beatmung
Hitze
Insektenstiche
Kopfverletzungen
Nasenbluten
Notfallcheck
Plötzlicher Herztod
Rauchgasvergiftung
Rettungskette
Schürfwunden
Stabile Seitenlage
Strahlenunfall
Stromschlag
Stürze und Brüche
Tauchunfall
Tierbisse und Tollwut
Umdrehen
Unterkühlung
Verätzungen
Verbrennungen
Verbrühungen
Vergiftung

