Sanitätseinsatzwagen (SEW)

SEW

Beinahe jede Rotkreuz-Dienststelle des Roten Kreuzes ist mit einem oder mehreren sogenannten Sanitätseinsatzwagen (= SEW) ausgestattet. Diese Fahrzeuge werden zu medizinischen Notfällen aller Art entsendet, um Erste Hilfe zu leisten und nach der Sanitätshilfe den Transport der Patienten in das Krankenhaus durchzuführen. Die Mannschaft setzt sich aus zumindest zwei Rettungssanitätern zusammen, von denen einer die Ausbildung zum Sanitätseinsatzfahrer hat.

Die Ausrüstung umfasst neben einer Krankentrage und einem Tragsessel auch Rettungs- und Bergegeräte wie eine Schaufeltrage bzw. Vakuummatratze sowie unterschiedlichste Verbandsmaterialien. Für die Unterstützung von vor Ort anwesenden Ärzten wird ein Notarztkoffer mitgeführt, der die wichtigsten Notfallmedikamente und Geräte beinhaltet.



Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

 

Die Struktur des oberösterreichischen Notarztdienstes basiert auf dem Prinzip der Stationierung von jeweils einem Notarztdienst (NEF) pro Bezirk. Lediglich im Bezirk Linz-Stadt (aufgrund der hohen Bevölkerungs-, Verkehrs-, Industrie- und Gewerbedichte) sowie im Bezirk Gmunden (aufgrund der besonderen topografischen Lage des Inneren Salzkammergutes) war die zusätzliche Stationierung eines jeweils zweiten Notarztdienstes notwendig.

 

Insgesamt betreibt das RK Oberösterreich 17 Notarzteinsatzfahrzeuge im gesamten Bundesland.

 

Einsatztaktisch hat sich das NEF als sehr flexibler erwiesen. Bei dem in der Vergangenheit eingesetzten Notarztwagen-System wurde, unabhängig davon ob eine ärztliche Begleitung tatsächlich nötig war, der Patiententransport im Anschluss an die Behandlung zwangsläufig immer vom NAW durchgeführt. Damit war der Notarzt auch dann gebunden, wenn es eigentlich nicht mehr erforderlich war.

 

Im Gegensatz dazu wird das Notarzteinsatzfahrzeug in erster Linie dafür verwendet, den Notarzt, den Notfallsanitäter und die gesamte medizinische Ausrüstung so schnell wie möglich zum Einsatzort zu bringen. Gleichzeitig entsendet die Leitstelle auch das nächstgelegene Rettungsfahrzeug.

 

Nur wenn es nötig ist den Patienten ins Krankenhaus zu begleiten, steigt der Notarzt in das Rettungsauto um. Erweist sich jedoch eine Begleitung als nicht erforderlich, ist das Notarzteinsatzfahrzeug sofort wieder frei für die nächste Alarmierung.

 

 

Durch diese flexible Einsatztaktik, die sich europaweit immer stärker durchsetzt, ist es heute möglich die steigende Anzahl von Notarztanforderungen zu bewältigen.

Bei den  NEFs des Oberösterreichischen Roten Kreuzes handelt es sich um Spezialfahrzeuge auf der Basis des VW-Amarok, die mit allen dem aktuellen Stand der Notfallmedizin entsprechenden Geräten und Medikamenten ausgestattet sind.

Notarzthubschrauber (NAH)

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Christophorus 10 und Europa 3
Optimale Ergänzung für die bodengebundenen Notarztdienste sind die beiden Notarzthubschrauber: „Christophorus 10“ ist am Blue Danube Airport in Hörsching stationiert und wird gemeinsam mit dem ÖAMTC betrieben.

Der in Suben stationierte „Christophorus Europa 3“ ist der erste grenzüberschreitende Notarzthubschrauber für die Regionen Innviertel und Bayern. Dieser Dienst wird vom Roten Kreuz Oberösterreich sowie vom Bayrischen Roten Kreuz in Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC und dem ADAC betreut.

 

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