Bildung, Wissenschaft, Forschung, Kultur, Medien

 
IN ARBEIT

 

Viele Vorhaben im Laufen, aber kein Konsens zur Grundausrichtung des Schulsystems (gemeinsame Schule bis 10, 12 oder 14 Jahre)


Bildungsstandards
Bildungsstandards werden in Zukunft eine kontinuierliche Steigerung der Qualität des Unterrichts garantieren und messbar machen – sie legen fest, was SchülerInnen in der 4. und 8. Schulstufe in bestimmten Unterrichtsgegenständen können sollen, definieren also ein Paket an Grundkompetenzen. Die Pilotphase hat bereits an rund 300 Schulen begonnen – darauf basierend werden die ersten Qualitätschecks ab 2012 stattfinden.

 

Zentralmatura
Im Schuljahr 2013/14 sollen die ersten AHS-Maturanten eine standardisierte, kompetenzorientierte Reifeprüfung absolvieren, die aus drei voneinander unabhängigen Säulen besteht. Im Schuljahr darauf folgen dann auch die ersten berufsbildenden höheren Schulen (BHS). Die dazu nötige Novelle zum Schulunterrichtsgesetz (SchuG) wurde im September 2009 im Nationalrat beschlossen. Ebenfalls wurden einige Klarstellungen zu BIFIE-Bildungsstudien und Erleichterungen für ältere Absolventen von Lehramtsstudien beschlossen.
Kern der neuen Matura sind schriftliche Prüfungen mit identen und zentral vorgegebenen Aufgabenstellungen, abgehalten wird die Prüfung am selben Tag in ganz Österreich. Der Klassenlehrer beurteilt die Arbeiten mithilfe eines standardisierten Korrekturschlüssels. Jeder Schüler muss eine „Vorwissenschaftliche Arbeit“ schreiben und diese bei der mündlichen Matura präsentieren. Bei der mündlichen Prüfung muss der Schüler in jeweils zehn bis 15 Minuten jeweils eine Frage aus zwei bzw. drei Fächern beantworten, diese kommt aus einem von den Fachlehrern der Schule zusammengestellten Themenpool.

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Passage aus dem Regierungsprogramm (S. 191)

 

Bildung, Wissenschaft, Forschung, Kultur, Medien

 

Vor dem Hintergrund steigender Lebenserwartung, immer kürzeren Innovationszyklen in Wirtschaft und Technologie sowie der Dynamik der gesellschaftlichen Veränderungen in einem erweiterten Europa und einer globalisierten Welt erfährt das lebensbegleitende Lernen einen wachsenden Stellenwert. Lebensbegleitendes Lernen bietet die Möglichkeit, sich unabhängig auf der Basis persönlicher Wahlfreiheit entfalten und individuelle Lebenswege gestalten zu können.Beginnend mit der frühkindlichen Erziehung, gefolgt vom gesamten Schulbereich und der Berufsbildung umfasst lebensbegleitendes Lernen auch tertiäre Bildungsangebote, allgemeine Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung.Veränderte soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen machen eine nachhaltige Weiterentwicklung des Bildungssystems dringend notwendig. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von Reform­ideen aufgegriffen und in zahlreichen Maßnahmen umgesetzt. Den positiven Weg der Schulreform gilt es gemeinsam, im Sinne der Verantwortung für unsere Kinder und die Zukunft unserer Gesellschaft fortzusetzen. Im Zentrum steht dabei die Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit des Bildungssystems und die Verbesserung der Unterrichtsqualität. Die aktive Gestaltung der Übergänge im Bildungssystem: Kindergarten – Schule, Schule – tertiäre Bildung, Ausbildung – Beruf/Weiterbildung ist für das Gelingen erfolgreicher Bildungswege zentral.