Forschung, Technologie und Innovation
IN ARBEIT
Zu geringe Erhöhung
Die Forschungsquote für 2009 wird mit 2,73 Prozent prognostiziert. Das bedeutet eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2,66 Prozent). Österreich ist auf einem guten Weg, eine abschließende Bewertung (in Hinblick auf 2010) kann noch nicht abgegeben werden. Experten bezweifeln, dass 3 Prozent im Jahr 2010 erreicht werden können, dafür war die Erhöhung heuer zu gering.
*) Im Rahmen der budgetären und wirtschaftlichen Möglichkeiten wurde alles für eine stabile und verlässliche Forschungsfinanzierung in Österreich herausgeholt. Aus dem BMWF stehen 2009 für Wissenschaft und Forschung 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung, 2010 weitere 3,74 Milliarden Euro.
Statistik Austria: Die Forschungsquote ist für Österreich seit 1981 von 1,13 % auf 2,63 % im Jahr 2008 angestiegen und hat in den letzten Jahren gemäß der neuesten Globalschätzung der Statistik Austria den EU-Durchschnitt deutlich übertroffen.
Vergleich Forschungsquote 2006 Österreich – EU-Staaten: Grafik auf http://modernpolitics.at: 1. Schweden (3,6 %), 2. Finnland (3,47 %), 3. Österreich (2,56 %), 4. Dänemark (2,55 %), 5. Deutschland (2,54 %)

Bernhard Reiter MAS, MSc
Leiter Bildungszentrum, ÖRK
Kommentar
Bildung ist die Triebfeder der künftigen Entwicklung, auch in Österreich. Denn aus ihr resultieren Forschungsergebnisse, neue Technologien, Innovation. Nur wenn das geschieht, wird künftig auch genug Nationalprodukt zum Verteilen da sein. Die Jüngeren in den europäischen Gesellschaften werden aufgrund der Bevölkerungsentwicklung weniger, deshalb müssen sie besser sein. „Eine Volkswirtschaft kann trotz immer weniger Beschäftigten immer reicher werden“, sagt Alois Guger vom Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO). „Es kommt nicht darauf an, wie viele Menschen ich habe, sondern darauf, wie produktiv sie sind.“
Ab dem Jahr 2020 kommt die Produktivität in Österreich überhaupt nur mehr aus dem technischen Fortschritt, erklärt das WIFO. Also durch Grips. Das verlangt schon heute nicht nur hohe Investitionen in Bildung und Forschung, sondern auch in die Jüngsten unter uns – und zwar lange, bevor sie in die Schule kommen.
Passage aus dem Regierungsprogramm (S. 39)
Forschung, Technologie und Innovation
Die Bundesregierung setzt sich zum Ziel, die Forschungsquote bis 2010 auf 3 % des BIP anzuheben und bis 2020 4 % zu erreichen. Österreich soll von der Gruppe der „Followers“ zur Gruppe der „Innovation Leader“ aufsteigen und damit zu einem der innovativsten Länder der EU werden.


