Inneres, Justiz, Landesverteidigung
IN ARBEIT
Vielversprechende Recruiting-Aktion
An der Aufnahme von MigrantInnen in die Polizei wird gearbeitet, eine „Spiegelung“ im Sinne einer Entsprechung der Verhältnisse in der Gesellschaft ist jedoch nicht in Aussicht.
Im Rahmen der laufenden mittel- und langfristig angelegten Recruiting-Initiative „Wien braucht dich – Polizisten mit Migrationshintergrund“ wird versucht, Menschen mit Migrationshintergrund zur Bewerbung für den Polizeidienst zu motivieren.
Die angesprochene Zielgruppe umfasst insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene der 2. Generation, die in Österreich geboren bzw. nach Österreich zugezogen und hier aufgewachsen sind, da sie in der Regel neben Deutsch die Sprache ihrer Eltern sprechen und über interkulturelle Kenntnisse sowie Zugang zum migrantischen Milieu verfügen.
In diesem Zusammenhang ist aber auch darauf hinzuweisen, dass in die öffentliche Hoheitsverwaltung Österreichs und somit auch in den Exekutivdienst unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft nur BewerberInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft aufgenommen werden können, die das vorgesehene Auswahlverfahren bestehen (Bildung, Gesundheit, Leumund und eben Staatsbürgerschaft).
Aufgrund der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen kann es (auch) beim Auswahlverfahren für den Exekutivdienst keine Ausnahmen und/oder Besserstellungen für „fremdgeborene“ österreichische Staatsbürger bzw. für Aufnahmewerber aus ethnischen Minderheiten geben.
Im Ergebnis ist festzuhalten, dass auch unter den bestehenden Aufnahmekriterien bereits zahlreiche ÖsterreicherInnen mit Migrationshintergrund aufgenommen worden sind. Vom Erfolg dieser Maßnahme insgesamt wird es abhängen, in welcher Form das Programm auch auf die anderen Bundesländer übertragen werden kann, wobei ähnliche Initiativen in den Bundesländern bereits angelaufen sind.
Passage aus dem Regierungsprogramm (S. 95)
Inneres, Justiz, Landesverteidigung
B.1.2. Erhöhung des Migranten/
innen-Anteils
Die Polizei soll die Verhältnisse in der Gesellschaft widerspiegeln, um größtmögliche Akzeptanz zu erreichen und damit auch effektiver arbeiten zu können.


