Zielgruppenorientierte Förderung
IN ARBEIT
Teilweise umgesetzt
Die Beschäftigungsquote von Frauen lag bereits im Jahr 2007 (aktuellster verfügbarer Wert) mit 64,4 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der EU-27 (58,3 Prozent) und gleich nach den skandinavischen Mitgliedsstaaten an 4. Stelle in der Union. 41 Prozent der Frauen sind teilzeitbeschäftigt. Damit ist die Teilzeitquote in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozentpunkte angestiegen. Dennoch ist auch die Zahl der arbeitslosen Frauen Ende Februar 2009 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Sie hat 102.868 betragen und ist damit um 11.213 bzw. 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.
Für 2009 ist geplant, ca. 43.600 Wiedereinsteigerinnen zu qualifizieren bzw. in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Jugendbeschäftigungspaket angelaufen
18.699 junge Menschen haben im April von der „Aktion Zukunft Jugend!“ profitiert und entweder einen neuen Job gefunden oder eine Schulung begonnen.
Mit der „Aktion Zukunft Jugend!“ garantiert die Bundesregierung jugendlichen Arbeitslosen zwischen 19 und 24 Jahren innerhalb von sechs Monaten ein Angebot für einen Arbeitsplatz, eine zielgerichtete Schulung oder eine geförderte Beschäftigung. Insgesamt stehen für die „Aktion Zukunft Jugend!“ 120 Millionen Euro zur Verfügung. Im April 2009 haben 12.774 Jugendliche eine neue Arbeit aufgenommen und 5925 Jugendliche ein Kursangebot im Rahmen der „Aktion Zukunft Jugend!“ angenommen.
In den anderen Bereichen sind keine Maßnahmen zur Umsetzung bekannt.
Passage aus dem Regierungsprogramm (S. 22)
1.2. Zielgruppenorientierte Förderung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit zur Attraktivierung einer raschen Beschäftigungsaufnahme
Durch gezielte Maßnahmen soll die Integration insbesondere von Jugendlichen, älteren ArbeitnehmerInnen, gering Qualifizierten, WiedereinsteigerInnen, Menschen mit Behinderung, MigrantInnen und SozialhilfebezieherInnen in den Arbeitsmarkt forciert werden. Im Rahmen des arbeitsmarktpolitischen Frauenprogramms sollen Frauen aktiv ermutigt und unterstützt werden, qualifizierte Berufsausbildungen mit guten Zukunfts- und Einkommenschancen zu ergreifen.
Maßnahmen:
Frauenförderung
- Ausbildung von Frauen in nichttraditionellen Berufen und Zukunftsberufen
- Motivation von bildungsfernen Frauen zur Aus- und Weiterbildung
- Weiterentwicklung zielgruppenadäquater Didaktik in der Erwachsenenbildung
- Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsarbeit hinsichtlich Bedarf bei der Frauenqualifizierung
- Chancengleichheit im Zugang zu Aus- und Weiterbildung durch Berücksichtigung der Rahmenbedingungen für spezifische Zielgruppen
ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund
Fortführung der Integrationsoffensive des AMS
- Stärkere Berücksichtigung der Probleme und Chancen von Personen mit Migrationshintergrund in den Zielvorgaben des AMS (mainstreaming)
- Unterstützung bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen (Anerkennung von Teilqualifikationen, gezielte Aufschulung, erleichterte Nostrifikation)


