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Infolge häufiger auftretender, extremer Naturkatastrophen und des Zusammentreffens von politischen Krisen und Konflikten sind weltweit immer mehr Menschen auf humanitäre Hilfe, Soforthilfe in und unmittelbar nach Katastrophen und Konflikten, angewiesen. Private, Hilfsorganisationen und Staaten leisten weltweit Hilfe für Menschen in Not.

 

Die staatliche humanitäre Hilfe Österreichs ist im Vergleich zu anderen Ländern mit ähnlichem Lebensstandard durch den bis dato mit 5 Millionen EUR chronisch unterfinanzierten Auslandskatastrophenfonds (AKF), fehlende zentrale behördliche Koordination und langwierige Entscheidungsprozesse in der Mittelvergabe gekennzeichnet.  Dies kostet im Anlassfall wertvolle Zeit und verzögert die Rettung von Menschenleben. Die laut Regierungsprogramm 2013-18 vorgesehene Erhöhung des AKF auf 20 Millionen EUR steht unter Finanzierungsvorbehalt.

 

Das Österreichische Rote Kreuz fordert daher folgende Maßnahmen für eine effiziente, staatliche humanitäre Hilfe:

  • Gesetzliche Verankerung des jährlichen budgetären Rahmens für den Auslandskatastrophenfonds mit 20 Millionen EUR.
  • Effiziente Strukturen mittels zentraler Koordination und Entscheidungsbefugnis (Bündelung der behördlichen Kompetenzen) und Kohärenz (alle Politikfelder, die EZA und Humanitäre Hilfe betreffen sind auf einander abgestimmt).
  • Kohärente Strategie der humanitären Hilfe mit klaren Zielen, Abläufen und Zuständigkeiten.
  • Stärkung der Katastrophenvorsorge, um dem Entstehen von Krisen vorzubeugen.

 

Humanitäre Hilfe ist kein Akt des Mitleids, sondern basiert auf Rechten, konkret auf den Menschenrechten. Das Österreichische Rote Kreuz setzt sich für eine politisch unabhängige humanitäre Hilfe ein, die nach den humanitären Prinzipien Menschlichkeit, Unabhängigkeit, Neutralität und Unparteilichkeit, Menschenleben rettet und Überleben sichert.

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