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Lückenschluss zwischen zwei und 24 Stunden in der Pflege  und Betreuung in ganz Österreich

Um den zukünftigen steigenden Pflege- und Betreuungsbedarf abdecken zu können, braucht es neben dem Ausbau bestehender Dienstleistungen auch neue, innovative Angebote, die den Bedürfnissen von älteren, hilfs- und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen entsprechen. Es muss Angebote zwischen stationärer und mobiler Pflege und Betreuung geben, die auf die vielfältigen Bedürfnisse, die Heterogenität und die unterschiedlichen Lebenslagen von Menschen im Alter eingehen. Es sollen zudem Möglichkeiten für die Entwicklung und Erprobung neuer, innovativer Modelle geschaffen werden.

Bei Planungen neuer Wohnmodelle unterschiedlichster Art muss die Zielgruppe demenziell erkrankter alter Menschen Berücksichtigung finden. Wohnkonzepte für demente Menschen müssen die Stadien der fortgeschrittenen Demenz mit Pflegebedürftigkeit bis hin zum Ende des Lebens konzeptionell, baulich und personell mit im Blick haben. Beispielhafte Angebote, mit denen die Pflegelücke geschlossen und eine fließende Versorgung ermöglicht werden kann, sind unter anderem: Alltagsbegleitung oder Präsenzdienste, verschiedene Modelle der Tagesbetreuung, Wohn- und Hausgemeinschaften, betreutes und betreubares Wohnen, Ausbau und Förderung des Besuchs- und Begleitdienstes, Schaffung und Ausweitung von Alzheimer-Cafés und anderen Gruppen, Urlaubs- und Kurzzeitpflege, psychosoziale und gerontopsychiatrische Dienste, Weiterentwicklung der technologischen Unterstützung sowie Ausbau von Hospizangeboten. Laut Pflegefondgesetz ist der Zweckzuschuss für den Aus- und Aufbau von Pflege- und Betreuungsdienstleistungen auch alternativen Wohnformen gewidmet. Innovative Betreuungsmodelle sollen daher so rasch wie möglich in die Praxis umgesetzt werden.

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