Pflege attraktiver

Obwohl der Sektor Langzeitpflege zu den Arbeitsmarktbereichen zählt, die in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen sind, wird der Bedarf an Pflege- und Betreuungspersonal weiterhin stark ansteigen. Bereits jetzt ist es in manchen Regionen schwierig, entsprechend qualifiziertes Personal aus diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege- sowie Sozialbetreuungsberufen zu finden. Dasselbe gilt für Pflegehilfen und Heimhilfen. Im Langzeitpflegesektor ist in den letzten Jahren der Effizienz- und Kostendruck enorm gestiegen.

Was eine Tätigkeit in der Langzeitpflege zusätzlich sehr schwierig macht, sind die Vielschichtigkeit des Arbeitsfeldes sowie die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich und aus dem Gesundheitssektor. Das Image des Langzeitpflegebereichs ist im Vergleich zu Gesundheitseinrichtungen wesentlich schlechter und damit einhergehend auch die Attraktivität dieses Arbeitsfeldes. Sowohl mobile Pflege und Betreuung als auch stationäre Langzeitpflege sind durch zusätzliche Besonderheiten gekennzeichnet. Aus Sicht des Österreichischen Roten Kreuzes sind vor allem vier Maßnahmenpakete notwendig, um zur Verbesserung der Situation beizutragen:

  •  Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsorganisation
  • Aufwertung der Berufsbilder und Erweiterung der Kompetenzen
  • Reform der Ausbildung
  • Imageverbesserung und allgemeine Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel

Damit soll erreicht werden, dass auch zukünftig der Bedarf an Pflege und Betreuung für jene Menschen, die professionelle Unterstützung benötigen, gewährleistet werden kann.

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