One Stop2

Welcome-Center und ein Web-Auftritt Österreichs

Die Einführung der Rot-Weiß-Rot-Card war ein wichtiger Schritt in Richtung gesteuerte Zuwanderung in Österreich. Nach den ersten Erfahrungen hat sich herausgestellt, dass Anpassungsbedarf besteht, damit die Rot-Weiß-Rot-Card ihre volle Wirkung entfalten kann.

 

Bei der Zuwanderung von Akademikern soll die Beantragung einer Rot-Weiß-Rot-Card auch mit einem Bachelor-Abschluss möglich sein. Weiters soll eine Beantragung nicht nur mit einem Anstellungsverhältnis, sondern auch mit Dienst- oder Werkverträgen möglich sein. Die Einkommensgrenze soll dabei flexibler als bisher gehandhabt werden. Antragsteller sollen künftig zwölf statt wie bisher sechs Monate Zeit haben, Arbeit zu finden.

 

Diese Reformen sollen auch dazu dienen, Hochschulabsolventen aus Drittstaaten, die ihre Ausbildung in Österreich erhalten haben, im Land zu halten. Zwar studieren in Österreich rund 90.000 Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten, allerdings verlassen 83 Prozent von ihnen nach Abschluss ihrer Ausbildung das Land wieder. Die Abnahme der Zuwanderung von Fachkräften aus Österreichs Nachbarländern wird in Zukunft abnehmen, weil diese Länder genauso wie Österreich niedrige bis sinkende Geburtenraten aufweisen.

 

Österreichischen Außenhandelsstellen und ähnliche Einrichtungen im Ausland sollen verstärkt um qualifizierte Zuwanderer werben. In Österreich sollen zu ihrer Betreuung als „One-Stop-Shops“ angelegte Welcome-Center eingerichtet werden. Diese Maßnahmen sollen durch einen Internet-Auftritt Österreichs nach dem Vorbild Kanadas und Australiens ergänzt werden.

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