Die Forderungen im Überblick

Frau beim Blutspenden

Das Blutspendewesen in Österreich gehört zu den vorbildlichsten Leistungen der Zivilgesellschaft. Das Blut von gesunden Spendern, die aus Nächstenliebe freiwillig spenden, ist eine seiner Voraussetzungen. Durch das Engagement der freiwilligen Spender gelingt es dem Roten Kreuz, die Vollversorgung für Österreich sicherzustellen.

Es scheint deshalb unverständlich, Blut aus dem Ausland zu importieren oder einen Preiskampf ums Blut zuzulassen. Dies würde dazu führen, dass sich viele freiwillige Spender zurückziehen, deren Blut dann im Fall eines hohen Blutbedarfs im Rahmen einer Katastrophe fehlen würde. Die Erfahrung lässt auch daran zweifeln, dass private Anbieter es schaffen, alle Blutprodukte 24 Stunden an jedem Tag des Jahres zur Verfügung zu stellen. Diese Versorgungssicherheit ist jedoch die Grundlage für eine Versorgung der Bevölkerung.

Auch medizinische und epidemiologische Gründe sprechen gegen eine „Internationalisierung“ der Blutaufbringung. In den Blutspendediensten des Roten Kreuzes ist jedes einzelne Blutprodukt bis zum Spender rückverfolgbar. Daher darf die Blutaufbringung nicht kommerzialisiert werden – Blut ist keine Ware!

Um diese Haltung zu dokumentieren, sollte das Prinzip der nationalen Selbstversorgung ohne Gewinnabsicht auch in Gesetzesform gegossen werden.

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