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Ich glaube nicht, dass es in Österreich auch nur eine einzige Herausforderung gibt, mit der es die Menschen in unserem Land nicht aufnehmen können, wenn man nur die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür schafft. Das beweisen zum Beispiel Tag für Tag jene Hunderttausenden freiwillig tätigen Österreicherinnen und Österreicher, die sich in der sogenannten „Zivilgesellschaft“ zusammenfinden. Zivilgesellschaft – das bedeutet Mehrwert für die Gesellschaft. Aber dieser Mehrwert ist in Gefahr.

 

Das Rote Kreuz möchte, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, damit sich die Zivilgesellschaft entfalten kann. Soziale Hebeleffekte und Wohlfahrtsgewinne sind dann mit einfachen Mitteln zu erzielen. Mit einer Politik des „Weiter so wie bisher“ wird das allerdings nicht funktionieren. Daher fordern wir die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen, die das soziale Engagement, die Freiwilligkeit und die Arbeit der Social-Profit-Organisationen fördern. „Wir greifen neue Bedürfnisse zeitgerecht auf und erarbeiten innovative und wirkungsvolle Lösungen“, lautet eine zentrale Formulierung aus dem Leitbild des Österreichischen Roten Kreuzes. Diesem Postulat folgen wir auch mit dieser „To-do-Liste für Österreich“. Sie ist unser Beitrag zur Erstellung künftiger Politiken, Pläne, Programme und Rechtsakte.

 

Das Österreichische Rote Kreuz erwartet sich von der Bundesregierung die an längerfristigen Prioritäten ausgerichtete, mit regelmäßig kontrollierten Zielen unterlegte, ergebnisorientierte, interdisziplinäre Arbeit eines sowohl begeisterten als auch begeisternden Regierungsteams.

 

 

Fredy Mayer

Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes

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