Steuerliche Absetzbarkeit von Zeitspenden einführen

Analog zur steuerlichen Berücksichtigung der Absetzbarkeit von Geldspenden fordert das Österreichische Rote Kreuz die Absetzbarkeit von Zeitspenden von Freiwilligen bei Tätigkeiten, die im öffentlichen Interesse durchgeführt werden (Rettungs- und Krankentransportdienst, Katastrophenhilfsdienst inkl. Aus- und Fortbildung).

 

Die Bewertung der Tätigkeitsstunde erfolgt nach dem Marktwertprinzip und ist – österreichweit einheitlich – im Einvernehmen mit dem Österreichischen Roten Kreuz durch das Bundesministerium für Finanzen festzulegen. Ein jährlicher Höchstbetrag, der für die steuerliche Bemessung zur Anwendung gelangt, kann valorisiert festgelegt werden.

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Spendensammeln muss der Zivilgesellschaft vorbehalten bleiben

Der Staat hat die Hoheit, Steuern von seinen Bürgern zu verlangen. Am Markt können die Teilnehmer nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage Preise festsetzen. Den Non-Profit-Organisationen (NPOs) muss es vorbehalten sein, die Bevölkerung um Spenden zu bitten. Das Österreichische Rote Kreuz lehnt es ab, dass Gebietskörperschaften, staatliche Einrichtungen oder zwischenstaatliche Organisationen um Spenden werben – dies muss ein Privileg der Zivilgesellschaft bleiben. Länder haben die Möglichkeit, auf Steuergeld zurückzugreifen – NPOs sind auf Spenden (auf die es ja ohnedies keinen Rechtsanspruch geben kann) angewiesen, um ihre subsidiären Aufgaben nachhaltig erfüllen zu können.

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„Bericht zur Lage der Freiwilligkeit“ regelmäßig herausgeben

Im Jahr 2009 ist – nach acht Jahren – der 2. Österreichische Freiwilligenbericht erschienen. 2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligkeit. Damit viele Initiativen in diesem Jahr nicht in Einmalaktionen enden, wünscht sich das Österreichische Rote Kreuz als Mess- und Steuerungsinstrument einen zweijährlichen Bericht an das Parlament über die Lage der Freiwilligkeit in Österreich.

 

Der Bericht soll vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) federführend, aber gemeinsam mit dem Freiwilligenrat erstellt werden und jeweils Umsetzungsvorschläge zur Verbesserung der Situation der Freiwilligkeit beinhalten. Der Bericht möge dann im National- und Bundesrat behandelt werden.


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Anrechnung von freiwilliger Arbeit als Versicherungsjahre prüfen

Um freiwilliger Arbeit mehr Anerkennung zukommen zu lassen, sollte geprüft werden, in welchem Rahmen eine Anrechnung von freiwilliger Tätigkeit als Versicherungsjahre möglich wäre.

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Ausbildung von Freiwilligenkoordinatoren praktikabel gestalten

Das Sozialministerium hat sich mit der Standardisierung der Ausbildung von Freiwilligenkoordinatoren befasst. Das Österreichische Rote Kreuz verfügt über umfangreiche Erfahrung in diesem Sektor und hat diese bis dato lediglich intern angebotene Ausbildung bereits evaluiert.

 

Unsere wesentlichsten Anregungen bei der Gestaltung dieser Ausbildung wurden leider nicht berücksichtigt. Das aktuelle Konzept erscheint uns somit nur bedingt praktikabel. Das Österreichische Rote Kreuz ersucht um eine nochmalige Prüfung dieses Konzeptes.


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Die Zivilgesellschaft mitreden lassen.

Die größten und relevantesten Freiwilligenorganisationen müssen in Aktionen und Konzepten, die unter anderem auch auf Ministeriumsebene erstellt werden, stärker und über die in großen Abständen stattfinden Tagungen des Freiwilligen-Rates hinaus einbezogen werden. Auch in den Freiwilligenorganisationen werden gezielt Konzepte und Strategien entwickelt, die dazu beitragen sollen, attraktive Betätigungsfelder für Freiwillige zu schaffen und die Freiwilligenzahlen zu erhöhen.

 

Eine verstärkte Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz und den Freiwilligenorganisationen würde dabei eine zielgerichtete Vorgehensweise unterstützen und den Erfolg der Maßnahmen für beide Seiten verstärken. Aus diesem Grund fordern wir ein aktives Herangehen an die Freiwilligenorganisationen und die Kontaktaufnahme seitens des Ministeriums und deren Einbindung bereits bei der strategischen Planung von Freiwilligenmarketingaktionen.

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