Katastrophenhilfe-Fonds flexibler handhaben

Die Mittel des Katastrophenhilfe-Fonds werden derzeit nicht zielgerichtet genug vergeben. Das Österreichische Rote Kreuz fordert daher eine Flexibilisierung auf nationaler Ebene. Die Katastrophenvorsorge der österreichischen Feuerwehren und der Rettungsorganisationen ist auf nationaler Ebene materiell besser zu unterstützen.

 

Überregionale Einheiten, die der Katastrophenvorsorge dienen, Einheiten in den Landesorganisationen, die bei gemeinsamer Finanzierung durch den Katastrophenhilfe-Fonds allen zur Verfügung stehen und interoperabel sind, Ausbildungen auf Bundesebene und international sind nur einige Beispiele, die mit Mitteln des Katastrophenhilfe-Fonds verbessert werden können.

Zurück zum Inhalt

Gleiche Entschädigung für gleiche Schäden sicherstellen

Es ist nicht einzusehen, warum von Katastrophen Betroffene, die Bundesmittel als Unterstützung erhalten, je nach Bundesland, in dem sie wohnen, unterschiedliche Unterstützungsbeträge erhalten.
Wenn etwa bei einem Grenzfluss Hochwasserschäden auftreten, dann werden gleichartig Betroffene gleichheitswidrig aus dem Katastrophenhilfe-Fonds entschädigt.

Zurück zum Inhalt

Regionale Katastrophenvorsorge beibehalten

Katastrophen ereignen sich lokal (und weiten sich gegebenenfalls aus), ihre Bewältigung muss also nach dem Subsidiaritätsprinzip gestaltet sein. Rahmenbedingungen und Richtlinien sollen einheitlich gestaltet werden. Eine Zentralisierung der Katastrophenhilfe (intra-community) ist von Österreich in der EU weiterhin strikt abzulehnen. Zentral vorgehaltene „stehende Katastrophenhilfe-Einheiten“ suggerieren, dass regionale Vorsorge und Einheiten nicht notwendig wären.

Zurück zum Inhalt

Krisen- und Katastrophenmanagement gesetzlich verankern

Das Staatliche Krisen- und Katastrophenmanagement (SKKM) funktioniert seit Jahren gut und die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Organisationen mit Sicherheitsaufgaben läuft zum Wohle der Betroffenen sehr professionell. Derzeit fußt das SKKM auf einem Ministerratsbeschluss. Aus Sicht des ÖRK böte sich an, das SKKM gesetzlich zu institutionalisieren und ihm damit einen höheren Stellenwert einzuräumen. Bei der Entsendung von österreichischen Hilfseinheiten zur Bewältigung von Katastrophen im Ausland (bilateral oder im Rahmen des gemeinsamen Mechanismus der EU) ist auf

  • die Effektivität der Einheit (Ist sie in der Lage, die Anforderungen vor Ort zum Wohle der Betroffenen zu erfüllen und die Ziele der Mission zu erreichen?),
  • die Effizienz der Einheit (Mit wie vielen Mitteln können die Ziele erreicht werden?)


verpflichtend Rücksicht zu nehmen. Ein Beschluss der Bundesregierung zur Entsendung ist für besonders dringend notwendige Hilfe (z. B. für Rettungseinsätze nach einem Erdbeben) innerhalb von 24 Stunden (bei Kosten bis zu € 1 Mio.) zu ermöglichen, etwa durch einen Fonds oder eine Ermächtigung des Bundesministers für Inneres.


Zurück zum Inhalt

Erste Hilfe in die Lehrpläne integrieren

Das Österreichische Rote Kreuz fordert eine Aufnahme der jährlichen Erste-Hilfe-Ausbildung verpflichtend in allen Schultypen. Derzeit werden in Österreich alle Führerscheinwerber in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ ausgebildet. Die Behaltedauer der erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ist jedoch gering. Daher fordert das Österreichische Rote Kreuz eine verpflichtende Wiederholung der Erste-Hilfe-Ausbildung zumindest alle fünf Jahre.

Zurück zum Inhalt

Kampf dem Herztod mit Defibrillatoren

Um einen Kreislaufstillstand mit größerer Wahrscheinlichkeit gut zu überleben, braucht es einen motivierten Ersthelfer, der sich traut, eine Herzmassage durchzuführen, und (meist) einen Defibrillator, der das lebensbeendende Kammerflimmern beendet.

 

Das Österreichische Rote Kreuz fordert daher, dass die Arbeitsstättenverordnung so geändert wird, dass in allen Betrieben mit mehr als 50 Arbeitnehmern ein Defibrillator einsatzbereit vorzuhalten ist. Außerdem sollen die gesetzlichen Regelungen vorsehen, dass in jedem neu gebauten oder generalsanierten Personenlift ein Defibrillator eingebaut werden soll.

Zurück zum Inhalt

socialshareprivacy info icon