Juvenile ideopathische Arthritis – Einrichtung einer stationären Klinik

In Österreich sind etwa 1700 Kinder und Jugendliche schon seit sehr jungen Jahren von juveniler idiopathischer Arthritis, einer chronischen Erkrankung, betroffen. Diese Kinder und Jugendlichen haben keine Lobby. Vielfach werden die Symptome dieser Krankheit nicht richtig oder zu spät erkannt, und Eltern gehen oftmals einen langen Leidensweg, um eine angemessene Therapie für ihre Kinder zu bekommen. In Österreich bestehen zwar Ambulanzen, aber keine Klinik, in der rheumakranke Kinder und Jugendliche auch stationär betreut und therapiert werden könnten.

 

Engagierte Selbsthilfegruppen organisieren für Betroffene und Eltern „Erste Hilfe“, auch das Österreichische Jugendrotkreuz (ÖJRK) veranstaltet seit 28 Jahren jährlich ein Sommer- und Therapiecamp für jeweils 25 Kinder und Jugendliche. Das Österreichische Rote Kreuz fordert die Einrichtung einer altersgerechten stationären Klinik für die „Rheumakinder“ (bis und über 14 Jahre), in der ihnen entsprechend geholfen werden kann. Ein Modell für eine solche Einrichtung besteht in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland).

Kindercharta bei Entscheidungen berücksichtigen

Ob Schule, Familie, Ausbildung, Arbeitswelt oder Freizeitgesellschaft – junge Menschen stehen heute in allen Bereichen vor hohen Anforderungen. Das Österreichische Jugendrotkreuz ermöglicht Kindern und Jugendlichen, Strategien zu entwickeln, wie sie mit diesem Druck umgehen können. Darüber hinaus laden wir die Bundesregierung ein, bei Entscheidungen in den Politikfeldern Bildung, Familie und Umwelt die Wünsche und Forderungen der Kindercharta des Österreichischen Jugendrotkreuzes zu berücksichtigen, um nachhaltige politische Lösungen zu schaffen.

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