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Ist von ihnen die Rede, geht es um Mängel und Probleme wie Arbeitslosigkeit, Sozialmissbrauch, Bildungsmisere, Parallelgesellschaft, Kriminalität: Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund. Von ihren Potentialen ist kaum die Rede – außer vom Gefahren- und vom Wählerpotential. Die „Ausländer-Debatte“ in Österreich verläuft aggressiv und defizitorientiert.

 

In seiner Migrations- und Integrationscharta vertritt das Österreichische Rote Kreuz folgende Positionen:

 

Migranten sind Personen, die aus einem anderen Land nach Österreich gekommen sind, um sich hier aufzuhalten – unabhängig davon, ob sie ihr Heimatland freiwillig oder unfreiwillig verlassen haben oder ihre Einreise bzw. ihr Aufenthalt in Österreich legal oder illegal sind. Das ÖRK unterscheidet nicht nach Status, Herkunftsland, Zweck oder Dauer des Aufenthalts.

 

Integration umfasst den gleichberechtigten Zugang zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten sowie die Einhaltung der damit verbundenen Pflichten. Das ÖRK geht davon aus, dass alle in Österreich lebenden Menschen sich zum österreichischen Rechtssystem und zu den Grundwerten der österreichischen Rechts- und Sozialordnung bekennen. Das ÖRK betont, dass Integration ein wechselseitiger Prozess ist, an dem Zuwandernde und Aufnahmebevölkerung gleichermaßen beteiligt sind.

 

Integration bedeutet für das ÖRK im Sinne einer sorgenden Gesellschaft, dass alle in Österreich lebenden Menschen ihren Beitrag zu einem respektvollen Zusammenleben leisten und füreinander Sorge tragen. Dabei muss nicht jeder dieser Beiträge eine Leistung im erwerbswirtschaftlichen Sinn darstellen.

 

Ein Zuwanderungsland ist gekennzeichnet durch einen positiven Wanderungssaldo: Es wandern mehr Menschen zu als weg. In Österreich ist das seit Jahrzehnten der Fall. Das ÖRK bekennt sich daher zum Zuwanderungsland Österreich.

 

Zur Migrations- und Integrationscharta.

Die Migrations- und Integrationscharta als PDF.

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Zuwanderer ...

Liegen sie dem Sozialstaat auf der Tasche?
Nehmen sie den Eingesessenen die Arbeit weg?
Übernehmen Muslime das Land mittels höherer Geburtenraten?
Hat der Islam Platz in Europa?
Sind Ausländer krimineller?

 

Diesen und weiteren Fragen um das Thema Zuwanderung und Integration geht Robert Dempfer, Leiter der Stabstelle für Gesellschaftspolitik im Österreichischen Roten Kreuz, in seinem Buch „Wozu Ausländer?“ nach – und kommt zu in vielfacher Hinsicht überraschenden Befunden.

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