Sujet: Humanitäres Völkerrecht

Täglich Krieg. Im Fernsehen, in der Zeitung, im Radio. Nur selten entkommt man den Berichten über Massengräber, Vergewaltigung oder Minenopfer. Berichte, die darüber hinwegtäuschen, dass im Krieg nicht alles erlaubt ist. Vielmehr müssen auch im Krieg Regeln befolgt werden, die ein Mindestmaß an Humanität gewährleisten sollen. Diese Regeln sind im Humanitären Völkerrecht verankert, dessen Kernstück die Genfer Konventionen darstellen.

 

"Das humanitäre Recht ist bestrebt, die Leiden aller Opfer bewaffneter Konflikte, die sich in der Gewalt des Feindes befinden, zu lindern, ganz gleich, ob es sich um Verwundete, um Kranke, Schiffbrüchige, Kriegsgefangene oder Zivilpersonen handelt", schreibt Jean Pictet. Als Jurist war er maßgeblich an der Vorbereitung der Genfer Abkommen von 1949 und ihrer Zusatzprotokolle von 1977 beteiligt.

 

Humanitäres Völkerrecht in Friedenszeiten bekannt machen

Humanitäre Regeln in völkerrechtlichen Abkommen können zwar keinen Krieg beenden, sehr wohl aber menschliches Leid mildern. Damit die wesentlichen Inhalte dieser Abkommen allen Teilnehmern bewaffneter Konflikte bekannt sind, werden sie vom Roten Kreuz schon zu Friedenszeiten durch Schulungen, Kurse und Publikationen verbreitet.

 

In diesen Tätigkeitsbereich des Roten Kreuzes fallen auch die Initiativen, ein internationales Verbot für besonders grausame Waffen zu erreichen. Als Zeichen der Anerkennung für seine Bemühungen um den Frieden wurde dem Roten Kreuz bereits viermal der Friedensnobelpreis verliehen (1901, 1917, 1944, 1963).

 

 

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