Unsere Hilfe in Zahlen. Der Jahresbericht des Roten Kreuzes.

schoepfer leitbild
Gerald Schöpfer

Das Jahr 2015 wird in den Geschichtsbüchern des Roten Kreuzes wohl immer eine Sonderstellung einnehmen. Mit den Flüchtlingen, die ab dem Spätsommer zu uns nach Österreich gekommen sind, sind wir fast über Nacht zum Brennpunkt der humanitären Hilfe geworden. Parallel dazu haben wir unsere Experten in die Krisenherde der Welt entsendet: Sie haben in Nepal die Opfer des Erdbebens versorgt, Hilfsgüterlieferungen für Syrien, Jordanien und den Libanon koordiniert oder in Osteuropa am Aufbau von Pflegediensten gearbeitet (nachzulesen ab Seite 28).

Plötzlich aber kam die Not zu uns – in Gestalt von Tausenden Frauen, Männern und Kindern auf der Flucht. Hunderte Rotkreuz-Mitarbeiter und Freiwillige standen im Einsatz: Von Nickelsdorf bis Spielfeld haben sie 650.000 Flüchtlinge versorgt – und das bei gleichbleibenden Leistungen für die Bevölkerung. Wie das funktioniert hat, lesen Sie ab Seite 10.

2015 war auch ein Jubiläums-Jahr: Sieben Grundsätze sind seit 50 Jahren die Eckpfeiler der weltweiten Rotkreuz-Arbeit. Den Prinzipien im Alltag Gehalt zu geben, sei eines der Rezepte für ihre anhaltende Aktualität, erklärt IKRK-Präsident Peter Maurer ab Seite 8.

Die alltägliche Rotkreuz-Arbeit in Bereichen wie Pflege, Blutspende, Jugend oder Ausbildung steht oft weniger im Rampenlicht. Auf den folgenden Seiten bitten wir Mitarbeiter und Unterstützer, stellvertretend für die vielen, ohne die das Rote Kreuz schlicht undenkbar wäre, vor den Vorhang.

Menschlichkeit und Professionalität, gepaart mit großartigem Engagement, stehen für mich persönlich für die Rotkreuz-Arbeit im Jahr 2015. Diese kraftvolle Mischung habe ich an vielen Einsatzorten quer durch das Land erlebt.

socialshareprivacy info icon