Blutspende
| Blutspendewesen 2010 | |
|---|---|
| Blutkonserven | 420.994 |
| Blutspender | 286.974 |
Hast du`s im Blut?
Hast du’s im Blut?“ war die Frage, die Alkbottle-Frontman Roman Gregory im Jahr 2010 in einem peppigen Video auf diversen Internet-Plattformen stellte, wobei er zu einem Ideenwettbewerb zum Thema Blutspende aufrief. Die Antwort waren rund 300 hochkarätige Einsendungen junger Menschen – vom Plakat über Songs bis zum Kurzfilm oder einem Projekt, bei dem Schülerinnen auch einmal für groovige 70er-Jahre-Atmosphäre in der Blutspendezentrale in Wien sorgten. Vier Burschen der HTL Rennweg, deren Video ausgezeichnet wurde, kommentierten den youngblood-Bewerb so: „Es war eine Menge Arbeit, die aber auch riesig Spaß gemacht hat. Eins wissen wir jetzt ganz sicher: Wir werden regelmäßig Blut spenden gehen!“
Notfallmedikament Nr. 1
In Österreich sorgt das Rote Kreuz gemeinsam mit Zehntausenden freiwilligen Blutspenderinnen und Blutspendern dafür, dass genügend Konserven in den Krankenhäusern vorrätig sind. Jährlich werden bis zu 450.000 solcher Blutkonserven benötigt – das entspricht etwa einer Konserve pro Minute!
Kein Patient, keine Patientin aber erhält heute mehr „Vollblut“-Konserven, sondern genau die Blutbestandteile, die er/sie für die Behandlung benötigt. Das Vollblut muss dafür in seine Komponenten zerlegt werden. Ergebnis der Laborarbeit ist das Notfallmedikament Nr. 1, ein Beutel mit einem Konzentrat aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten-Konzentrat) und einer mit Plasma. Dass dabei immer die neuesten Tests zur Untersuchung von Blutspenden auf mögliche Krankheitserreger verwendet werden, ist beim Roten Kreuz selbstverständlich.
Bedarf wird steigen
Ob bei Unfällen, geplanten Operationen oder Erkrankungen: Eine Blutspende rettet Leben und ist durch nichts zu ersetzen. Blut spenden können alle gesunden Frauen und Männer ab dem Alter von 18 Jahren.
Der Bedarf an Blutkonserven wird in den Spitälern genauestens geplant, die Operationsmethoden werden immer weiter verbessert. Daher ist der Bedarf an Blutkonserven im Jahr 2010 um rund fünf Prozent gesunken. Die demografische Entwicklung und die damit verbundene steigende Lebenserwartung der Menschen werden die Zahl der benötigten Blutkonserven bei operativen Eingriffen künftig wieder ansteigen lassen.

