Blutspende
| Blutspendewesen 2011 | |
|---|---|
| Blutkonserven | 413.869 |
| Blutspender | 282.973 |
Gesucht: Junges Blut
Jede Minute wird eine Blutkonserve in Österreichs Krankenhäusern benötigt. Das entspricht fast 450.000 Konserven für Unfälle, Operationen, Erkrankungen oder Geburten pro Jahr. Die ausreichende Versorgung der Patientinnen und Patienten mit sicheren Blutprodukten ist eine herausfordernde Aufgabe: Blutkonserven sind nur maximal 42 Tage lang haltbar, und der Bedarf an Blut der verschiedenen Blutgruppen schwankt stark. Zudem spenden nur 3,5 Prozent der Menschen regelmäßig Blut.
Kritische Entwicklung
Die Ausgangssituation scheint schwierig genug. Hinzu kommt eine mediale Diskussion über den effizienten Einsatz von Blutprodukten, die zu einem steigenden Kostendruck in den Krankenhäusern führt. Diese reagieren prompt: Der Bedarf an Blutkonserven sinkt, allerdings steigt die Nachfrage nach rhesusnegativen Blutkonserven stark an. Ein Grund dafür könnte die vielseitigere Einsatzmöglichkeit von rhesusnegativem Blut sein, das auch rhesuspositiven Patienten gegeben werden kann. Diese Entwicklung ist kritisch: Nur wenige Menschen haben eine rhesusnegative Blutgruppe und kommen somit als Spenderinnen und Spender infrage. Die Versorgung wird dadurch künftig immer schwieriger.
Glaubt man den Prognosen, wird der Bedarf an Blutkonserven wieder steigen. Je älter die Österreicherinnen und Österreicher werden, desto mehr Blutkonserven werden für medizinische Eingriffe benötigt. Gleichzeitig nimmt aber die Eignung zur Blutspende mit zunehmendem Alter ab. Aus diesem Grund müssen wir verstärkt junge Menschen für die Wichtigkeit der Blutspende sensibilisieren.
YOUNGBLOOD
Die „youngblood Kreativ Challenge“ hat sich genau das zum Ziel gesetzt. Das Echo war beeindruckend: Mehr als 580 Fotos, Videos und Texte traten miteinander in Wettstreit um die kreativste Idee. Bei der „youngblood-Night“ wurden die Gewinnerinnen und Gewinner von einer Fachjury ausgezeichnet. Alle Beiträge im Überblick unter www.young-blood.at.
Es braucht eben Menschen, die andere mit ihrem Enthusiasmus anstecken. Nina Sommerhuber ist eine von ihnen: Sie organisiert am WKO-Campus Wien Blutspendeaktionen. „Den jungen Menschen soll das Blutspenden als schönes und sinnvolles Erlebnis in Erinnerung bleiben, damit sie hoffentlich von Erst- zu Stammspenderinnen und -spendern werden“, so die junge Organisatorin.
Solche Ideen können nur durch das Engagement Vieler gelingen. Es braucht Menschen, die andere mit ihrem Enthusiasmus anstecken. Nina Sommerhuber ist eine von ihnen: Sie organisiert am WKO-Campus Wien Blutspendeaktionen und lädt die Studentinnen und Studenten ein, ihre Ärmel für die gute Sache hochzukrempeln. „Wir gewinnen hier viele Blutkonserven von jungen Spenderinnen und Spendern. Ihnen soll das Blutspenden als schönes und sinnvolles Erlebnis in Erinnerung bleiben, damit sie hoffentlich von Erst- zu Stammspenderinnen und -spendern werden“, so die junge Organisatorin. „Ich bin stolz darauf, die Blutspendeaktion zu organisieren und damit ein bisschen soziales Engagement zu zeigen“, begründet sie ihre Motivation.



