Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit

Region Aufwendungen 2010 Anteil
Afrika € 1.869.828 15,6%
Amerika € 2.169.871 18,1%
Asien € 4.878.477 40,7%
Europa € 1.535.851 12,8%
Überregional € 1.529.828 12,8%
Gesamt € 11.983.855 100%

Das Jahr der Katastrophen

Erdbeben in Haiti, Jahrhundertflut in Pakistan, Waldbrände in Russland – im Jahr 2010 wurden nicht weniger als 373 Naturkatastrophen gezählt, 297.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Dazu kamen noch die von Menschen verursachten Unruhen und Kriege.
In vielen Ländern der Welt waren deshalb Hunderttausende hauptberufliche und freiwillige Helfer des Roten Kreuzes als Trinkwasseraufbereiter, Hygienetrainer, Suchhundeführer oder Telekom-Spezialisten quasi im Dauereinsatz, um das Leid der betroffenen Menschen zu lindern. Allein in Haiti und Pakistan waren über 40 Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes im Einsatz. Auch den Opfern bewaffneter Konflikte standen Rotkreuz-Mitarbeiter weltweit zur Seite.

Entwicklungszusammenarbeit

Neben der humanitären Hilfe arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnergesellschaften auch an der Erreichung langfristiger Entwicklungsziele. Das Millenniumsziel der Vereinten Nationen zur ökologischen Nachhaltigkeit verlangt etwa, dass der Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitätsversorgung bis 2020 halbiert werden soll. Doch verschmutztes Wasser und fehlende adäquate Sanitäranlagen kosten täglich Leben. Das Rote Kreuz unterstützt daher Programme wie ein Sanitätsversorgungsprojekt in Nepal und leistet neben den Katastrophenhilfseinsätzen – wie zum Beispiel in Haiti und Pakistan – auch Hilfe beim Wiederaufbau.

Starkes Netzwerk

Seit Jahren sind unsere Teams international gefragte Spezialisten in der Wasser- und Siedlungshygiene. Das ServiceCenter Water & Sanitation stellt sein Fachwissen rund um die lebenswichtigen Themen Wasser und Hygiene der gesamten Rotkreuz-Bewegung zur Verfügung. 2010 konnten 15 Trainings mit 375 Teilnehmern aus rund 40 Ländern abgehalten werden. Unser Ziel ist es, die Rotkreuz-Hilfe auf dem letzten Stand der Forschung zu halten, eine Info-Drehscheibe zu sein, Rotkreuz-Helfer auszubilden und zu vernetzen. Im Idealfall – wie im Sudan nach den schweren Regenfällen im November 2010 – können die Rotkreuz-Kollegen Katastrophen selbst, ohne internationale Hilfe, bewältigen.

Alle Informationen zur Entwicklungszusammenarbeit
Alle Informationen zur Katastrophenhilfe

Icon Drucken