Abbildung 1: Bevölkerungsentwicklung in Österreich
Abbildung 1: Entwicklung der Bevölkerung in Österreich bis 2030 Quelle: Statistik.at

Ein wichtiger Faktor bei der Planung im Gesundheits- und Sozialwesen ist der demographische Wandel. Doch hat er die Kraft, das Gesundheits und Sozialwesen nachhaltig zu verändern?


Abbildung 1 zeigt die aktuelle sowie die bis 2030 hochgerechnete Bevölkerungszahl für Österreich. Diese Hochrechnung zeigt eine Bevölkerungszunahme um mehr als 600.000 Einwohner/innen bis
2030. Sie erklärt aber weder die Gründe für das Bevölkerungswachstum, noch gibt sie Auskunft über die Zusammensetzung der Altersgruppen.

 

Kooperationsprojekt future.monitor

Als Kooperationsprojekt betreibt das Rote Kreuz den future.monitor. Er generiert eine wissenschaftlich fundierte Faktenbasis über demografische
und volkswirtschaftliche Entwicklungen in Österreich. In verschiedenen
Szenarien wird nicht nur dargestellt, welche Auswirkungen die Bevölkerungsentwicklung auf den künftigen Lebensalltag (Daseinsvorsorge, Standortfrage) hat, sondern vor allem, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, damit die Wirtschaftsleistung und damit verbunden die sozialen Sicherungssysteme in Österreich auch künftig erhalten werden können.
Nachzulesen auf: http://www.futuremonitor.at

Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung nach Alter in Österreich
Abbildung 2: Altersverteilung in der Bevölkerung bis 2030. Quelle: Statistik.at

Man kann davon ausgehen, dass die Steigerung der Bevölkerungszahl nicht rein auf Geburtenzunahmen zurückzuführen ist. Aus der Bevölkerungsprognose lässt sich ablesen, dass die höhere Bevölkerungszahl hauptsächlich auf eine gestiegene Lebenserwartung zurückzuführen ist.

 

Neue Anforderungen an das Gesundheitswesen

Aufgeschlüsselt auf die Alterssegmente bietet sich folgendes Bild (siehe Abbildung 2): Deutlich ist, dass eine Stagnation bei der Anzahl an unter 15-Jährigen prognostiziert wird. In der Gruppe der über 60-Jährigen ist mit einem Anstieg zu rechnen, die mittlere Altersgruppe wird deutlich kleiner. Das bedeutet zwar in absoluten Zahlen eine Zunahme der Bevölkerung, allerdings nicht aufgrund von tatsächlichem Zuwachs, sondern nur aufgrund der höheren Lebenserwartung. Dadurch ändern sich auch die Anforderungen an das Gesundheitswesen. Um ihnen gerecht zu werden, müssen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Auch der Rettungsdienst ist in Bezug auf
Personal und Einsatzzahlen davon betroffen. Aus diesem Grund ist der ständige Dialog zwischen Rettungsorganisationen, Gebietskörperschaften und Sozialversicherungsträgern essentiell - mit dem gemeinsamen Ziel, einen leistungsstarken Rettungsdienst als Teil der Daseinsvorsorge für alle Menschen in Österreich aufrecht zu erhalten.

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