Der Rettungsdienst des Österreichischen Roten Kreuzes hilft

Rettungsdienst im Wandel

Freiwilligkeit – ein zentraler Faktor im österreichischen Rettungsdienst „Freiwilliges Engagement ist so etwas wie das Grundnahrungsmittel jeder funktionierenden Gesellschaft“, sagte Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligen. Der Rettungsdienst begann als reines Freiwilligensystem im 19. Jahrhundert. Erst im späten 20. Jahrhundert wurden immer mehr berufliche Mitarbeiter/innen und Zivildienstleistende eingesetzt, um die steigende Zahl an Einsätze – vor allem an Werktagen – zu bewältigen.

 

Effizienz ist gefragt

Zum Wohl der Patienten folgte ein effizienterer Einsatz der Rettungsmittel: Mehr und mehr disponierten zentrale Leitstellen die Einsätze. Die gesetzliche Normierung der Ausbildung von freiwilligen und hauptberuflichen Sanitäter/innen und das Berufsbild folgten mit dem Sanitätergesetz, das 2012 seinen 10. Geburtstag feiert.


Die Anforderungen an Mensch und Material steigen zunehmend: Wenn man den Rettungs-Notruf 144 wählt, kommen Rettungsdienstmitarbeiter/innen sofort, um die Patient/innen qualifiziert zu versorgen, fachgerecht zu betreuen und in eine geeignete Behandlungseinrichtung zu bringen.

 

Blickt man auf die vergangenen 30 Jahre zurück, hat sich im Rettungsdienst in Österreich viel verändert. Gleich geblieben ist das Motiv des Roten Kreuzes:
„Wir sind da, um zu helfen“. Anfangs erfolgte das im Rettungsdienst primär nach bestem Wissen und Gewissen der Rettungsorganisationen. Die Rettungsfahrzeuge wurden rein nach lokalen Wünschen und Bedürfnissen angeschafft und ausgerüstet. Entsprechende Normen – auch für den Ausbildungsbereich – fehlten. Disponiert wurden die Einsätze lokal.


Nach und nach wurden Ausbildung, Ausrüstung und Aufgaben jedoch den
neusten Forschungsergebnissen angepasst. Ging es noch vor 30 Jahren primär um den raschen Transport ins Krankenhaus, folgte dann eine Phase, in der sozusagen das Krankenhaus zum Patienten kam – mit zunehmend qualifizierter notfallmedizinischer Versorgung und Betreuung in den fahrenden Intensivstationen noch am Einsatzort.

 

Notarzt, Notärztin oder Sanitäter/in

Wenn wir heute den Begriff „Rettungsdienst“ verwenden, so sprechen wir einerseits von Notfallrettung, also der zeitkritischen Versorgung eines Notfallpatienten bzw. einer –patientin. Andererseits meinen wir den Sanitätseinsatz und Ambulanztransport, bei dem Patienten und Patientinnen, die nicht lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt sind, von Sanitäter/innen betreut werden. Alle freiwilligen und hauptberuflichen Rettungs- und Notfallsanitäter/innen sowie Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes werden nach hohen Qualitätsstandards speziell für ihre Aufgaben ausgebildet und müssen sich regelmäßig fortbilden. Alle zwei Jahre werden ihre Kenntnisse überprüft und re-zertifiziert. Die Freiwilligen sind nach wie vor eine der wichtigsten Säulen für den funktionierenden Rettungsdienst und die Katastrophenhilfe.

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