25.04.2012

Medizinstudierende der PMU als Rettungssanitäter

Studierende der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität sind künftig als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz Salzburg im Einsatz.

Parallel zu ihrem Studium können die Studierenden der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg künftig die Rettungssanitäter-Ausbildung des Roten Kreuzes Salzburg absolvieren und im Rettungsdienst mitarbeiten.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter - 100 Stunden Theorie und 160 Stunden Praxis - wird dabei nicht nur als Notfall-Grundlagenvorlesung für das Studium der Humanmedizin angerechnet, die angehenden Mediziner können in der Praxis des Rettungsdienstes auch wichtige Erfahrungen sammeln, wie Rot-Kreuz-Ausbildungsarzt Dr. Alexander Franz hervorhebt:

„Die Medizinstudentinnen und -studenten werden durch die Arbeit im Rettungsdienst zu routinierteren, besser ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten. Zusätzlich lernen sie die Werte und Haltung des Roten Kreuzes kennen, die auch von einem Arzt/einer Ärztin erwartet werden, und trainieren die zwischenmenschliche Komponente.“

Landesrettungskommandant Anton Holzer freut sich über das rege Interesse, welches die Studierenden bereits jetzt an diesem Projekt zeigen, und sieht darin eine Investition in die Zukunft:

„Das Rote Kreuz hat ursprünglich mit einer zeitweiligen Unterstützung durch die PMU-Studierenden gerechnet, doch mittlerweile fahren jeden Samstag 5 bis 15 der angehenden Ärztinnen und Ärzte bei den Einsätzen mit. Das Rote Kreuz erhält dadurch kompetente Verstärkung und die Zusammenarbeit mit den zukünftigen Ärzten wird deutlich verbessert, weil sie die Praxis im Rettungsdienst bereits kennen.“

Initiiert wurde das Ausbildungsprojekt, welches dank des Einsatzes des Programmdirektors für Humanmedizin der PMU, Univ.-Prof. Dr. Klaus Albegger, innerhalb von nur vier Monaten in den Lehrplan aufgenommen und umgesetzt wurde, von den beiden Medizinstudenten Michael Stäuble und Florian Sperl, die von der Wichtigkeit des Projekts überzeugt sind:

 „Wir sind der Meinung, dass die Ausbildung der Medizinstudenten zu handlungskompetenten Notfallmedizinern wichtig ist. Alle Ärzte – vom Augenarzt bis zum Radiologen – sollten im Notfall imstande sein, kompetent zu handeln.“, so die beiden Studenten.

Für den Rektor der Paracelsus Universität, Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, stellt der Patientenkontakt in der eigenverantwortlichen Position als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz letztlich den Kern des ,Arzt-Seins‘ dar: "Sich in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen, zu helfen und zu heilen ohne Relevanz von Stellung, ethnischer Herkunft oder Geschlecht der Person."