Katastrophenhilfsdienst auf Bezirksebene
Die unmittelbare Katastrophenhilfe erfolgt in den Rettungsbezirken und wird durch die Bezirksrettungskommanden, welche in Stabsstruktur aufgebaut werden bzw. teilweise schon sind, organisiert und geführt.
Zur Bewältigung von Großschadenslagen und Katastrophen sind in den acht Rettungsbezirken des Bundeslandes Salzburg insgesamt zwölf technische Züge stationiert, welche im Einsatzfall aus Mitarbeitern der Bezirks- und Ortsstellen rekrutiert werden und dem Bezirksrettungskommandanten unmittelbar unterstellt sind.
Die einzelnen technischen Züge sind nach einsatztaktischen Überlegungen im gesamten Bundesland Salzburg disloziert, die Mitarbeiter überwiegend freiwillige Mitarbeiter aus dem Rettungs- und Krankentransportdienst sowie dem Notfalldienst.
Sie werden durch eine zusätzliche Ausbildung und laufende Schulungen zu Fachleuten mit besonderen Kenntnissen zur Bewältigung von Großschadenslagen und Katastrophen ausgebildet. Dabei werden für Ausbildung und Einsätze jährlich ca. 21.000 Stunden ehrenamtlich und in der Regel zusätzlich zum Rettungsdienst erbracht.
Technische Züge:
Ein technischer Zug besteht personell aus einem Kommandanten, dessen Stellvertreter und neun Mitarbeitern.
Zu den Hauptaufgaben eines technischen Zuges zählen u. a.
- das Errichten und Betreiben der technischen Infrastruktur für eine Sanitätshilfsstelle und, falls erforderlich, Sanitätssammelstelle,
- das Errichten und Betreiben der Stromversorgung,
- das Versorgen Verletzter in schwierigem Gelände,
- das Herstellen der Infrastruktur für den eigenen und den Einsatz weiterer Rettungskräfte (beseitigen kleinerer Hindernisse, Be- und Ausleuchtung, etc.)
- sowie das Errichten der technischen Infrastruktur für eine Notunterkunft bzw. einen Lagerbetrieb einschließlich der dafür notwendigen hygienischen Begleitmaßnahmen (z. B. Latrinenbau, Bau von Waschgelegenheiten, Sammlung der Abfälle und Abwässer, etc).
Die Technischen Züge können in weiterer Folge durch die Sondereinheiten des Landesrettungskommandos unterstützt werden, welches auch die übergeordnete Katastrophenhilfe auf Landesebene organisiert.

