Beispielprojekte aus den Gemeinden

 

Wir möchten Ihnen zwei ausgewählte Beispielprojekte näher bringen, die bereits in drei Salzburger Gemeinden erfolgreich durchgeführt werden. Diese Projekte können Ihnen und Ihrer Gemeinde als zusätzlicher Impuls und Anstoß dienen, in welche unterschiedlichen Richtungen und Ausgestaltungen gemeinnützige Beschäftigung gehen kann, um ein ähliches Projekt zu konzipieren und in Ihrer Gemeinde umzusetzen.

 

Schulwegpolizei - Sicherung des Schulweges durch Asylwerbende

Für die Volkschule und Neue Mittelschule der Gemeinde Seekirchen stellte sich folgendes Problem: Zur Mittagszeit war es schwierig, regelmäßig Schülerinnen und Schüler zu finden, die Zeit hatten den Schulweg zu sichern. Der Grund hierfür sind ihre unterschiedlichen Stundenpläne. Dies war der Anlass, das Projekt "Schulwegpolizei" zu entwickeln und umzusetzen.

Die sorgfältig ausgewählten asylwerbenden Menschen absolvierten vor Beginn ihrer Tätigkeit eine halbtägige Schulung der Polizei. Anschließend erhielten sie geeignete Bekleidung und Ausrüstung. Voller Tatendrang sichern zurzeit acht Asylwerbende wöchentlich wechselnd den Schulweg. Dabei erhalten sie einen Anerkennungsbeitrag von fünf Euro pro Stunde und sind zusätzlich unfall- und haftpflichtversichert.

Die Asylwerber sind stolz, als ausgebildete Schulwegpolizisten gemeinnützig tätig zu sein und so zum gesellschaftlichen Wohl der Gemeinde Seekirchen beizutragen. Zudem gab es mehr Interessenten als freie Plätze für dieses Projekt. Überdies nehmen die Schülerinnen und Schüler dieses Angebot dankend in Anspruch. Die Resonanz der Bevölkerung ist äußerst positiv.

 

 

Lebensgarten

Die Ausgangsidee der Gemeinde Schleedorf war es, einen Ort der Begegnung - für alle Bewohnerinnen und Bewohner, sowie für sämtliche Gäste zu schaffen. Ein generationsübergreifender Raum, durch den die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, noch mehr - im wahrsten Sinne des Wortes - zusammenzuwachsen. Der Leitsatz spiegelt die partizipative Zielsetzung dieser Initiative punktgenau wieder: "Wir gestalten das Dorf, in dem wir leben wollen." Dieser "Lebensgarten" wird folglich von den Bürgerinnen und Bürgern selbst gestaltet und erschaffen. Die Partizipation reicht von Kindergartenkindern bis hin zu Seniorinnen und Senioren.

"Unsere Asylwerber wurden von der basis eingebunden und haben so die Möglichkeit bekommen, die langweilige und überaus lange Wartezeit auf die Behandlung ihres Asylantrages zu verkürzen und mitzuhelfen", sagt Bürgermeister Hermann Scheipl. Sie waren in unterschiedlichsten Tätigkeiten, angefangen beim Ausbau der Kanalisation, über den Pflasterbau bis hin zur Bepflanzung von Sträuchern "mit dabei und packten an".

Der Wunsch, vom Bürgermeister ist es, die Inklusion aller Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes, also auch die der asylwerbenden Personen, zu ermöglichen und sie in dieses Vorhaben einzubeziehen. Die Asylwerbenden wurden auf diese Weise einen weiteren Schritt in die Dorfgemeinschaft integriert. Dadurch konnten die Asylwerberinnen und Asylwerber dazu beitragen, dass eine immer enger zusammenwachsende Dorfgemeinschaft entsteht.

Anhand dieser Beispiele wird ein Einblick geschaffen, wie vielfältig Asylwerberinnen und Asylwerber gemeinnützig beschäftigt werden können. Wir sind gespannt, von Ihren unterschiedlichsten Projekten wie zum Beispiel im Sozial-, Umwelt-, und sonstigen Bereichen zu erfahren.

 

 

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