Beispielprojekte aus den Gemeinden

Wir möchten Ihnen zwei ausgewählte Beispielprojekte näher bringen, die bereits in drei Salzburger Gemeinden erfolgreich durchgeführt werden. Diese Projekte können Ihnen und Ihrer Gemeinde als zusätzlicher Impuls und Anstoß dienen, in welche unterschiedlichen Richtungen und Ausgestaltungen gemeinnützige Beschäftigung gehen kann, um ein ähliches Projekt zu konzipieren und in Ihrer Gemeinde umzusetzen.

 

Schülerlotsen in Seekirchen

Für die Volkschule und Neue Mittelschule der Gemeinde Seekirchen stellte sich folgendes Problem: Zur Mittagszeit war es schwierig, regelmäßig Schülerinnen und Schüler zu finden, die Zeit hatten den Schulweg zu sichern. Dies war der Anlass, das Projekt "Schulwegpolizei" zu entwickeln und umzusetzen. Die sorgfältig ausgewählten Menschen mit Migrationshintergrund absolvierten vor Beginn ihrer Tätigkeit eine halbtägige Schulung der Polizei. Anschließend erhielten sie geeignete Bekleidung und Ausrüstung. Voller Tatendrang sichern zurzeit acht neue Mitbürger aus fernen Ländern wöchentlich wechselnd den Schulweg und erhalten dafür einen Anerkennungsbeitrag von fünf Euro pro Stunde. Zusätzlich sind sie unfall- und haftpflichtversichert. „Diese Menschen sind stolz, als ausgebildete Schulwegpolizisten gemeinnützig tätig zu sein und so zum gesellschaftlichen Wohl der Gemeinde Seekirchen beizutragen. Zudem gab es mehr Interessenten als freie Plätze für dieses Projekt“, sagt Stefan Soucek, der im Salzburger Roten Kreuz für das Projekt „Gemeinnützige Beschäftigung“ zuständig ist.

 

 

Ein Lebensgarten zum Zusammenwachsen

Die Ausgangsidee der Gemeinde Schleedorf war es, einen Ort der Begegnung - für alle Bewohnerinnen und Bewohner, sowie für sämtliche Gäste zu schaffen. Ein generationsübergreifender Raum, durch den die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, noch mehr - im wahrsten Sinne des Wortes - zusammenzuwachsen.
"Unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden von der Basis eingebunden und haben so die Möglichkeit bekommen, die langweilige und überaus lange Wartezeit auf die Behandlung ihres Antrages zu verkürzen und mitzuhelfen", sagt Bürgermeister Hermann Scheipl. Sie waren in unterschiedlichsten Tätigkeiten, angefangen beim Ausbau der Kanalisation, über den Pflasterbau bis hin zur Bepflanzung von Sträuchern "mit dabei und packten an". Der Wunsch des Bürgermeisters ist es, die Inklusion aller Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes zu ermöglichen und sie in dieses Vorhaben einzubeziehen. Die Flüchtlinge wurden auf diese Weise einen weiteren Schritt in die Dorfgemeinschaft integriert. Dadurch konnten sie ihren Teil dazu beitragen, dass eine immer enger zusammenwachsende Dorfgemeinschaft entsteht.

 

 

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