23.01.2017 13:06

Rotkreuz-Suchhunde trainierten für den Ernstfall

Traditionell verbringen die Suchhunde des Salzburger Roten Kreuzes im Jänner eine Woche in Filzmoos. Neben praktischem und theoretischem Unterricht gab es heuer auch einen realen (Übungs)Einsatz.

Rotkreuz-Suchhunde trainierten für den Ernstfall

„Am heutigen Mittwoch steht am Vormittag theoretische Fortbildung in Sachen Erste-Hilfe am
Programm. Den Nachmittag habt ihr frei“, begann Leopold Slotta-Bachmayr, der
Kommandant der Rotkreuz-Suchhunde seine Morgenansprache. Was seine Hundeführer
nicht wussten war, dass im Hintergrund bereits eine große Alarmübung organisiert wurde.

 

20-köpfiges Team

Während alle Hundeführer bei der Ersten-Hilfe-Schulung saßen, kam die Alarmierung:
„Lawinenabgang am Rossbrand, Filzmoos. Unklare Lage, einsatzfähige Hundeführer bei
ihrem Einsatzleiter melden.“ Mit leichter Nervosität machten sich fünf Hundeführer mit ihren
Hunden unverzüglich auf den Weg. „Wir haben bewusst die jüngeren Hundeführer auf den
Einsatz geschickt um ihnen quasi eine Feuertaufe zukommen zu lassen. Die erfahrenen
Teams organisierten den Einsatz und spielten die verschütteten Personen“, erklärt Slotta-
Bachmayr.
Doch mit diesen fünf Teams und den Organisatoren war es noch nicht getan. Ein Notfall-
Sanitäter, ein Notarzt und ein eigener Schaufeltrupp rundeten die Mannschaft ab. „Insgesamt
waren 20 Personen an dieser Übung beteiligt. Ohne der Mithilfe der Filzmooser Bergbahnen
und der Gemeinde wäre es trotzdem nicht möglich gewesen ein so realitätsnahes Szenario
zu organisieren“, ergänzt der Kommandant der Suchhundestaffel.

Suchen, bergen, reanimieren

Für die Hund-Hundeführerteams stand mehr auf dem Programm als nur mit den Hunden zu
suchen – und zu finden. „Wir versuchten erschwerte Bedingungen zu simulieren. Ein
Hubschrauber zum Abtransport der Verletzten stand genausowenig zur Verfügung wie
externe Retter anderer Einsatzorganisationen wie der Bergrettung. Unsere Teams waren
also komplett auf sich allein gestellt“, sagt Slotta-Bachmayr. Insgesamt waren fünf Personen,
darunter ein Säugling – natürlich kein Echter, sondern eine Puppe, zu suchen, zu bergen
und zu reanimieren. Dabei funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den Hundeführern,
den Schaufeltrupps und dem Notarzt reibungslos. „Natürlich gibt es einige Kleinigkeiten zu
verbessern. Um genau diese Dinge zu erkennen sind solche Trainings für angehende
Einsatzhundeführer immens wichtig. Im Großen und Ganzen bin ich aber mehr als zufrieden
mit den gezeigten Leistungen“, resümierte Slotta-Bachmayr den Übungseinsatz.

Eine Woche Kurs

Diese Einsatzübung war Teil des Lawinenkurses der Rotkreuz-Suchhunde. Jedes Jahr
verbringen die Teams eine Woche im Jänner in Filzmoos um sich und ihre Hunde auf
Wintereinsätze vorzubereiten und sich weiterzubilden. „Ein so großer Kurs ist natürlich nur
mit Hilfe externer Partner möglich. Bei denen will ich mich recht herzlich bedanken“, sagt
Leopold Slotta-Bachmayr, der Kommandant der Suchhunde.
Zu den Partner zählen die Gemeinde in Form von Bürgermeister Johann Sulzberger, die
Österreichischen Bundesforsten als Grundbesitzer, die Filzmooser Bergbahnen für den
kostenlosen Transport der Hundeführer und die Familie Ahornegger für die Unterkunft.

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