27.07.2017 10:27

Kinder an die Macht

Die Jugendgruppen des Roten Kreuzes sind die Kaderschmieden des Rettungsdienstes. Über 500 Mitglieder wechselten von den Jugendgruppen in den aktiven Rettungsdienst. Mit Strobl und Werfen wurden gerade zwei neue Gruppen gegründet – Grund genug eine Halbjahresbilanz zu ziehen.

Kinder an die Macht

Mit einer coolen Jahresauftaktfeier starteten die Rotkreuz-Jugendgruppen in das Jahr 2017. „Zum Jahresbeginn laden wir traditionell zu einem größeren Fest ein. Heuer ist es eben noch ein klein wenig größer“, strahlt Bert Neuhofer, der Landesreferent der Salzburger Rotkreuz-Jugendgruppen und ergänzt: „ich sehe so ein Fest als Wertschätzung für die Arbeit unserer Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter. In diesem Rahmen möchte ich mich bei jedem einzelnen bedanken, der uns bei der Arbeit in den Jugendgruppen unterstützt.“

2017 ist ein Jahr, dass sowohl für den Rotkreuz-Rettungsdienst, als auch für die Jugendgruppen ein ganz besonderes. „Zu Jahresbeginn haben wir noch spekuliert, zur Jahresmitte hin war es dann fix, dass wir den 500er-Sprung schaffen werden. Also, dass wir heuer das 500. Jugendgruppenmitglied in den aktiven Rettungsdienst verabschieden können“, sagt Jugendgruppen-Landesreferent Bert Neuhofer nicht ohne Stolz.
Seit 35 Jahren betreibt das Rote Kreuz Jugendarbeit. Inhaltlich und pädagogisch hat sich in dieser zeit viel getan, die Grundsätze sind die Gleichen geblieben. „Unser Lehrinhalt ist der, der Menschlichkeit. Wir vermitteln den Kindern und Jugendlichen die Werte des Roten Kreuzes und natürlich Erste Hilfe-Maßnahmen - abgestimmt auf das Alter“, erklärt Neuhofer.
Zu tun gab es in diesem ersten Halbjahr vieles. Neben zahlreichen Planungen und Sitzungen bildeten sich die Gruppenleiter und -Mitarbeiter auch auf dem internationalen Bankett fort. „Unsere Mitarbeiter besuchten zahlreiche Camps und Veranstaltungen im In- und Ausland. Eines unserer bisherigen Highlights war sicherlich unsere Beteiligung an den Special Olympics in Graz. Vorausschauend wird es das 13.Bundesjugendlager in Leonding in Oberösterreich werden, wo der LV Salzburg mit 150 Jugendlichen, Betreuern und Betreuerinnen teilnehmen wird “, ist sich Neuhofer sicher.
Aber auch mit den Erwachsenen“ im Roten Kreuz haben die Kinder und Jugendlichen der Jugendgruppen viel zu tun. Immer wieder sind sie Figuranten, also Verletztendarsteller, für größere und kleinere Übungen. „So kommen sie direkt mit unseren Sanitäterinnen und Sanitätern in Kontakt und spüren deren Fähigkeiten am eigenen Leib. Wir merken schon, dass das unsere Kids motiviert und sie auch mal Sanitäter werden wollen“, sagt Neuhofer.

 

Neue Gruppen
„In beinah allen Dienststellen besitzen wir eine Jugendgruppe. Leider eben nur in beinah allen“, sagt Neuhofer. Mit den Dienststellen in Werfen und Strobl wurden nun wieder zwei weiße Flecken auf der Landkarte bedeckt. Damit sind die Jugendgruppen auf einem sehr guten Weg. Sowohl im Lungau, Pinzgau, Pongau als auch im Flachgau besitzt jede Rotkreuz-Dienststelle auch eine Jugendgruppe. Einzig im Tennengau gibt es noch drei Dienststellen ohne aktive Jugendarbeit. „Auch die restlichen Dienststellen stehen in den Startlöchern um die Jugendarbeit zu forcieren“, sagt Neuhofer.

 

Jugendgruppe Strobl
Rotkreuz-Vizepräsidentin Ulrike Michl appellierte bei der Gründungsveranstaltung in Strobl am Donnerstag, dem 6. Juni, den Kindern das Zepter in die Hand zu geben und erinnerte an die Rettungsaktion im Schwarzacher Freibad. Das couragierte Mädchen, welches einen jungen Burschen aus den Fluten gerettet hatte, ist aktives Mitglied einer Rotkreuz-Jugendgruppe.
Mit der Gründung der Jugendgruppe Strobl, darf sich nun jede Dienststelle im Flachgau über eine Jugendgruppe freuen. Die älteste Jugendgruppe findet sich in Mattsee. Sie wurde am 1. Juni 1988 gegründet. 1996 folgte Straßwalchen, drei Jahre später, am 23. November 1999, Seekirchen / Eugendorf. Am 26. Mai 2004 entstand die Jugendgruppe Flachgau Nord und zehn Jahre später, am 5. Mai 2014 die Jugendgruppe Hof.

 

Kontakt zur neu gegründeten Jugendgruppe Strobl bekommt man per Mail:  jg.strobl(at)s.roteskreuz.at

 

 

Jugendgruppe Werfen

In Werfen wurde am 8.Juli 2017 nicht nur eine Jugendgruppe gegründet, sondern auch eine Dienststelle eröffnet. Mit einem großen Umzug der Werfener Rotkreuzler von der alten Dienststelle in das neu errichtete Seniorenwohnhaus, in welchem die neue Rotkreuz-Dienststelle untergebracht ist, einer Hausführung und einem gesellschaftlichen Abschluss wurde der Umzug gefeiert. Im Zuge der Dekretsverleihung an die neuen Jugendgruppen-Leiterinnen und Leiter würdigte Rotkreuz-Landesgeschäftsführerin Sabine Kornberger-Scheuch die ehrenamtliche Arbeit der Gruppenleiter. “Die Kinder und Jugendlichen sind das Rückgrat des Roten Kreuzes und ich bin mir sicher, dass sie bei euch in den besten Händen sind“, sagte Kornberger-Scheuch.
Mit der Gründung der Jugendgruppe Werfen, darf sich nun jede Dienststelle im Pongau über eine Jugendgruppe freuen. Die älteste Jugendgruppe findet sich in Schwarzach. Sie wurde am 1. Juni 1997 gegründet. 2010 folgte St.Johann, ein Jahre später, am 26. September 2011 Bischofshofen.

 

Kontakt zur neu gegründeten Jugendgruppe Werfen bekommt man per Mail:  jg.werfen(at)s.roteskreuz.at

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