20.09.2017 15:32

Diese Armbänder sind mehr als Schmuck

Eine Salzburger Friseurin stellte Armbänder her und verkaufte selbige an ihre Kunden. Den Erlös dieser Aktion spendete sie an das Kriseninterventionsteam des Salzburger Roten Kreuzes.

Diese Armbänder sind mehr als Schmuck

Die psychosoziale Betreuung nach tragischen Geschehnissen ist für viele Menschen von unschätzbarem Wert. Das Kriseninterventionsteam des Salzburger Roten Kreuzes verfügt dafür über mehr als 100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Jahr zu rund 300 Einsätzen gerufen werden. „Nachdem unsere Einsätze kostenlos und ehrenamtlich sind, freuen wir uns sehr über diverse Hilfeleistungen“, sagt Ingo Vogl, der Leiter des KI-Teams. Eine solche Hilfestellung konnte Nina Pertiller aus Salzburg leisten. Die gelernte Friseurin betreibt seit zehn Jahren ihren eigenen Friseurladen in der Salzburger Moosstraße. Doch werden darin nicht nur Haare geschnitten und gestylt, sondern ein Charity-Charakter schwebt stets über dem Laden. „Ich lasse mir jedes Jahr etwas einfallen, dass ich hier im Geschäft speziell an meine Kunden verkaufen kann. Den Erlös spende ich immer einem guten Zweck. Heuer ist es das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes“, erklärt die Friseurin. Über den Vorteil ihres Berufsstandes für solche Aktionen ist sich die Salzburgerin bewusst. „Wir Friseure sprechen sehr viel mit unseren Kunden. Da sind solche Aktionen schnell erklärt“, sagt sie.

 

Kein persönlicher Bezug
Die Frage warum gerade dem KI-Team diese Spende zukommt, konnte Ingo Vogl nicht beantworten. „Ich freue mich wahnsinnig über diese Spende. Nochmehr allerdings auf die Frau dahinter, denn ich kenne Frau Pertiller persönlich nicht“, sagt der Leiter des KI-Teams. Auch Frau Pertiller hatte in ihrem bisherigen Leben keinerlei direkte Berührungspunkte mit dem Kriseninterventionsteam, doch „ich lese oft über deren wertvolle Arbeit. Bei einem Nachbar von mir waren sie mal im Einsatz und ich weiß, dass ihre Arbeit der Familie sehr geholfen hat“, sagt sie über ihre Motivation das Geld genau an diese Hilfseinheit zu spenden. Der dank von Ingo Vogl, in Vertetung seiner 100ten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist groß und ehrlich. „Solche Spenden ermöglichen es uns, unsere Kolleginnen und Kollegen zu schulen und immer am neuesten Stand der Betreuungsmöglichkeiten zu halten. Ich freue mich ehrlich riesig über solch eine Spende und kann meinen Dank gar nicht richtig zur Geltung bringen“, strahlt Vogl.

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