10.10.2017 08:33

Rotes Kreuz Salzburg bildet Ersthelfer in Tansania aus

Das Rote Kreuz, Landesverband Salzburg, startet am 8. Oktober 2017 erneut einen Einsatz zur Entwicklungshilfe in Tansania. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Rote Kreuz in der Basisgesundheitsversorgung.

Rotes Kreuz Salzburg bildet Ersthelfer in Tansania aus

„Ziele sind vor allem eine grundlegende Ersthelferausbildung der Kollegen vor Ort“, sagt Landesrettungskommandant Ing. Anton Holzer und erklärt: „Wir wollen das medizinische Basiswissen und die Versorgung in Tansania verbessern. Heute sterben Menschen in Tansania oft an den Folgen einfacher Verletzungen wie Schnittwunden, die eine Blutvergiftung verursachen. Entsprechend der Grundwerte des Roten Kreuzes helfen wir dort, wo Hilfe nötig ist. Den Kollegen wünsche ich alles Gute und eine sichere Rückkehr.“

Am 8.Oktober 2017 brechen die ersten vier Freiwilligen aus dem Roten Kreuz Salzburg nach Afrika auf. Dauer des Einsatzes sind drei Monate, mit gesamt acht Freiwilligen, davon zwei für eine Woche zum Projektstart und je zwei im Vier-Wochen-Turnus. Ende des Einsatzes ist der 22.Dezember 2017. Einsatzgebiet ist Kagera im Nordwesten Tansanias, nahe dem Victoriasee.

Anna Siegl, Mitarbeiterin der Ausbildungsakademie des Roten Kreuz Salzburg ist Teil des Teams und bleibt die erste Woche, um in der Organisation vor Ort zu helfen. „Seit 15 Jahren bis ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Roten Kreuz in der Ausbildung tätig, das ist mein erster Auslandseinsatz. Was uns erwartet, wissen wir nicht, aber die Neugier und Freude auf diese Herausforderung überwiegt, natürlich mit Respekt. Improvisationsvermögen und situationsbedingtes Handeln sind sicher wichtig. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort“, erzählt sie.

Etwa 14 Millionen Menschen in Tansania (ca. 36 Prozent der Bevölkerung) leben unterhalb der Armutsgrenze.

Einer der Freiwilligen ist Harald Madlmayr: „2016 war ich für ein halbes Jahr in Südamerika und habe unter anderem einen Erste Hilfe Kurs mit einer deutschen Auswandererfamilie gemacht. In den entlegenen Regionen gibt es keine Rettung oder medizinische Versorgung, Verletzte sind auf Nachbarn oder kleine medizinische Stationen angewiesen. In Afrika ist die Situation ähnlich und ich kann auf meine Erfahrungen in Südamerika zurückgreifen.“

 

In Tansania haben bereits zwei Auslandseinsätze des Landesrettungskommandos stattgefunden:

  •  August 2016: Einsatz vier Wochen durch den Salzburger Arzt Dr. Adolf Schöppl zur Unterstützung des Rotkreuz-Büros vor Ort. Computer und Ausbildungsunterlagen vom Roten Kreuz Salzburg.
  • Juni 2015: Vier Trinkwasser-Experten aus Österreich, darunter ein Salzburger, reisen nach Tansania, um grundlegende sanitäre Einrichtungen zu errichten und vor Ort zu helfen. Etwa 80.000 Menschen sind vor Unruhen in Burundi nach Tansania geflohen.
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