16.10.2017 16:27

25 Jahre Tageszentrum Rauchgründe: Sepp Forcher zu Besuch

Das Seniorentageszentrum Rauchgründe des Roten Kreuzes feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Sepp Forcher hat die Besucher aus diesem Anlass am 9. Oktober 2017 besucht. Der Ausbau von professionellen Diensten der Pflege und Betreuung ist eines der zentralen sozialen Themen der Zukunft.

25 Jahre Tageszentrum Rauchgründe: Sepp Forcher zu Besuch

„Wenns dir schlecht geht, rufst an und es wird dir geholfen. Es ist wahnsinnig toll, dass es eine Institution wie das Rote Kreuz gibt“, sagt Sepp Forcher bei seinem Besuch. Das Tageszentrum ist eine Kontaktstelle zwischen Menschen, ein Platz zum Wohlfühlen, zur Pflege und Therapie. Senioren schätzen Gesellschaft, die Spaß macht und ein bestens ausgebildetes Team von Therapeutinnen und Therapeuten. Betreuerinnen und Betreuer leben ihren Beruf als Berufung und holen Menschen in die Mitte der Gesellschaft.

 

Für die Besucher des Tageszentrums bietet das Rote Kreuz im Jubiläumsjahr ein schönes Programm mit z.B. Liedern oder einem Tangonachmittag.

 

§  Donnerstag, 19. Oktober 2017, 14:15 Uhr

„Leben in meinen Liedern“: Gesang und Piano „Johm“ Gertrude Meißnitzer und Klaus Eibensteiner.

§  Montag, 30. Oktober 2017, 14:15 Uhr
„Tangonachmittag“ mit Moises Iraja dos Santos (Brasilien), Oscar Ernesto Ovejera (Argent.), Geige, Gitarre, Gesang, Tanzvorführung

 

Die Zukunft der Pflege und Betreuung

Der Bedarf an Betreuung älterer Mitmenschen steigt. In Salzburg sind heute 30 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, 50 Prozent davon zwischen 65 und 75 Jahre. In Österreich wird mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen in den Familien betreut. Diese Betreuung stößt jedoch in vielen Fällen an ihre Grenzen. Andererseits steigt die Anzahl an Ein-Personen-Haushalten bzw. Garconnieren, in denen Ältere alleine leben und der soziale Kontakt fehlt.

Zudem gibt es steigende Zahlen bei Erkrankungen wie Demenz, rund 3.000 Menschen sind in der Stadt Salzburg an Demenz erkrankt. Experten schätzen, dass sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln wird. Das Tageszentrum ermöglicht Demenzkranken, zu Hause selbständig zu leben und tagsüber im Tageszentrum betreut zu werden.

 

Anerkennung der Pflegeberufe

Der Ausbau von professionellen Diensten der Pflege und Betreuung ist eines der zentralen sozialen Themen der nächsten Jahre. Wichtig ist, die gesellschaftliche Anerkennung der Pflegeberufe zu verbessern. Wir brauchen ein professionelles Pflegesystem, das vor allem Frauen entlastet, die heute ihre Angehörigen zuhause pflegen. Die skandinavischen Länder sind hier Vorreiter mit einer Entwicklung hin zur Verantwortung des Staates für die Pflege und einem Trend hin zu Sach- anstatt Geldleistungen.

 

Und wie schon bisher brauchen wir eine menschliche, wertschätzende und kompetente Betreuung, bei der sich Menschen aufgehoben und gut betreut fühlen – mit einem breiten Angebot an Therapie, einer flexiblen und bedarfsgerechten Küche, Kursen zu Bewegung und Mobilisierung und sozialen Kontakten. Aus Liebe zum Menschen.

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