30.01.2018 10:29

"Menschenrechte in Syrien achten"

Die Lage in Ost Ghouta und Idlib bleibt angespannt: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz fordert, die Bedürfnisse der Zivilbevölkerung voranzustellen.

"Menschenrechte in Syrien achten"
© SARC
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Nachhaltige Lösungen finden, das Leiden der Bevölkerung beenden und die Regeln des Krieges achten: Trotz der erfolgreichen Evakuierung von 85 Zivilisten und 29 Patienten von Ost Ghouta nach Damaskus durch das Rote Kreuz ist die Not weiter groß. Bereits nach der Evakuierung waren die Kämpfe wieder aufgeflammt. Zudem sollen bei Luftangriffen auf die Provinz Idlib auch Zivilisten ums Leben gekommen sein.

 

"Es muss mehr getan werden", fordert Marianne Gasser, die Leiterin der IKRK Delegation in Syrien. „Wir halten alle Konfliktparteien und jene mit Einfluss auf diese an, alles zu tun um eine politische Lösung zu finden, um das Leiden der Bevölkerung zu beenden. Die Bedürfnisse der zivilen Bevölkerung müssen vorangestellt werden, in Ghouta aber auch in allen anderen Teilen Syriens. Zugang zu Hilfe muss erlaubt sein und das auch auf regelmäßiger Basis und ohne an Bedingungen geknüpft zu sein. Die Bedürfnisse sind enorm und den humanitären Organisationen muss Zugang zu den Gemeinden genehmigt werden.“

 

Das Rote Kreuz erinnert alle Parteien an ihre Verantwortung, Zivilisten und zivile Infrastruktur gemäß den internationalen humanitären Bestimmungen zu schützen. Sei es in der Provinz Idlib, einschließlich der besetzten Städte Foua und Kefraya, oder anderswo in Syrien.

 

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterstützt den Syrisch Arabischen Halbmond, einen der größten humanitären Akteure im Land. Mehr als 7.800 Freiwillige verteilen jedes Monat Hilfsgüter und erreichen somit mehr als fünf Millionen Menschen. Für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist die Operation in Syrien die größte weltweit mit einem jährlichen Budget von über 160 Millionen Schweizer Franken. Während im Jahr 2017 mehr als eine halbe Million Syrer in ihre Heimatorte zurückkehren konnten, wurden weitere 1,3 Millionen Menschen dazu gezwungen ihre Heimat zu verlassen.

 

 

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