Die Geschichte des Landesverbandes Salzburg

Rettungskutschen im Bruderhof
Gruppenphoto im Bruderhof

Am 5. März 1906 wurde der erste Rettungswagen (für Pferdegespann) in Dienst gestellt. Der Landeshilfsverein vom Roten Kreuz stellte das Fahrzeug unentgeltlich zu Verfügung. Dies kann als Beginn der Epoche menschenwürdigen Krankentransportes verstanden werden. Erst im August wurde die erste Einsatzfahrt angefordert. Ein an Blinddarmentzündung erkrankter Sommergast wurde am 11. August von Mondsee nach Salzburg überführt.

 

Die steigende Inanspruchnahme der Rettungsabteilung erforderte den Bau einer eigenen Hilfestelle. Am 21. November 1909 wurde die Rettungsstation im Bruderhof eröffnet.
Die Trennung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgte am 26. Februar 1927.
Dr. Varnschein und seine tüchtigen Mitarbeiter Obmann Viktor Greiml und Edmund Pointner als Bau- und Finanzreferenten trieben die Vorbereitungen zum Neubau so voran, dass 1927 der Grundstein zum Neubau an der Paris-Lodron-Straße gelegt werden konnte.

 

Die Epoche der pferdebespannten Wagen war beendet. Die Zeit der Vollautomobilisierung brach an: 1927 wurde ein neues Rettungsauto in Dienst gestellt, ein Jahr später ein zweites, bald waren es sechs.

 

Alter Rettungswagen

Genau 30 Jahre nach der Gründung, am 7. November 1938, musste die Freiwillige Rettungsgesellschaft Salzburg ihre Arbeit beenden und die Agenden dem Deutschen Roten Kreuz als dem alleinigen Träger des Rettungswesen im Großdeutschen Reich überlassen.
Bei den vielen Luftangriffen wurden auch Teile des Rettungsheimes und die Dienststelle in der Paris-Lodron-Straße am 11. November 1944 schwer getroffen und teilweise zerstört. Der Neubeginn erfolgte im Juni 1945, als ein provisorische Landesregierung Medizinalrat Dr. Andreas Viehauser zum kommissarischen Leiter des Roten Kreuzes Salzburg bestellte.

Noch 1945 wurden fünf Bezirksstellen des Rettungsdienstes Hallein, Radstadt, St. Johann, Tamsweg und Zell am See gegründet.
Bis Ende 1946 umfasste der Mitarbeiterstab 600 Rettungsmänner und Hilfsschwestern, die ehrenamtlich ihre Aufgaben erfüllten. 6500 unterstützende Mitglieder des Roten Kreuzes Salzburg waren zugleich die finanzielle Grundlage der Hilfsorganisation.

Quadratische, große RK-Fahne mit Dämmerungs-Himmel im Hintergrund sowie Sonne, die durch die Fahne hindurchschimmert.

Bei der ersten Generalversammlung des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Salzburg, wurden Dr. Viehauser zum Präsidenten und Prim. Dr. Hohenwallner zum Vizepräsidenten gewählt.
Im Jahre 1969 wurde Hofrat Prim. Dr. Josef Hohenwallner zum Präsidenten des Landesverbandes gewählt.
Nach über 40jähriger Tätigkeit im Salzburger Roten Kreuz legte im März 1984 Hofrat Prim. Dr. Hohenwallner seine Funktion als Präsident zurück. Bei der ordentlichen Generalversammlung am 23. Juni 1984 wurde Dr. Karl Margreiter zum Präsidenten des Landesverbandes gewählt.

Aufgrund der rasanten Entwicklung im Bereich des Rettungs- und Krankentransportes und der vielen neuen Aufgaben konnte im 1927 errichteten Dienstgebäude nicht mehr das Auslangen gefunden werden.

Am 26. Jänner 1995 erfolgte der feierliche Spatenstich für das neue Objekt.

Am 14. Oktober 1996 wurde in der neuen Dienststelle in der Dr.-Karl-Rennerstraße - die Sitz des Landesverbandes und der Bezirksstelle Salzburg Stadt und Umbebung ist - der Dienstbetrieb aufgenommen werden.

Von 1984 bis 2009 fungierte Präsident RA Dr. Karl Margreiter als Repräsentant des Rotkreuz-Landesverbandes Salzburg, bis er im Jahr 2009 das Amt an KommR Josef Wenger übergab. Mit der 53. Ordentlichen Generalversammlung am 6. Juni 2014 verabschiedet sich KommR Wenger in den wohlverdienten Ruhestand. Neuer Präsident ist der bisherige Vizepräsident MedR Dr. Werner Aufmesser. 

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