Allgemeines zur Ersten Hilfe

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Ein lauter Knall, gleich darauf ein Zweiter – eine Frau liegt blutend auf der Straße. Sie wurde von einem Auto niedergestoßen. Mehrere Passanten haben den Unfall beobachtet. Die Frau blutet stark, doch keiner der Zeugen hilft.

Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz klärt auf: „Niemand kann für einen schlecht angelegten Verband zur Verantwortung gezogen werden". Er ergänzt: „Wer aber bei einem Unglücksfall nicht die notwendige Hilfe leistet, macht sich strafbar." Diese Fälle sind im Strafgesetzbuch § 94 „Im-Stich-Lassen eines Verletzten“ oder § 95 „Unterlassung der Hilfeleistung“ klar geregelt. Der § 4 Absatz 2 Straßenverkehrsordnung regelt ebenfalls, dass für jeden, der in ursächlichem Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall steht, eine ausdrückliche Hilfeleistungspflicht besteht. "Wer versucht ein Leben zu retten, den wird kein Gericht strafen", sagt Schreiber.

Das Schlimmste sei es, nichts zu tun. Schreiber: „Wenn jemand einen Atem-Kreislauf-Stillstand hat, und keine Erste Hilfe geleistet wird, stirbt derjenige. Angst davor, Fehler zu machen, braucht niemand zu haben. Bei Gefahr für Leib und Leben des Ersthelfers können nicht alle Maßnahmen durchgeführt werden, aber einen Notruf abzusetzen ist für jeden möglich.

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