Defibrillator

Serie 1/4: Defibrillation: Einschalten des Defis

Der plötzliche Herztod ereilt jährlich mehr als 15.000 Menschen in Österreich. Diese Todesfälle passieren in der Regel außerhalb von Krankenanstalten: am Arbeitsplatz, auf der Straße, in Supermärkten, in Einkaufszentren oder Sportstätten. Die meisten Notfälle dieser Art passieren allerdings in den „eigenen vier Wänden“.

"Dank moderner Elektronik kann man heutzutage mit Defibrillatoren (Defis) rasch Hilfe leisten - und dafür muss man nicht Arzt oder Sanitäter sein", so  Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz. Wichtig ist die rasche Verfügbarkeit der Lebensretter. Defis sollten dort vorhanden sein, wo große Menschenmengen auftreten, zum Beispiel auf Bahnhöfen, Flughäfen, in Einkaufszentren und -straßen. Das Rote Kreuz hat sich das Ziel gesetzt, bundesweit die Verfügbarkeit dieser Geräte zu erhöhen, um die Zahl der Herztoten nachhaltig zu senken.

"Das Komplizierteste an einem Defibrillator ist der Name", erklärt Dr. Schreiber weiter, "die Bedienung ist kinderleicht. Sie wird in den Erste-Hilfe-Kursen des Roten Kreuzes gelehrt und geübt. Eigentlich muss der Defi nur eingeschaltet werden. Das Gerät gibt dann genau Anweisungen was der Helfer machen muss – also muss man ab jetzt nur mehr diese Anweisungen befolgen.“

Ziel ist es, dass Defis, so wie Feuerlöscher in Betrieben und öffentlichen Gebäuden jederzeit verfügbar sind. Das Österreichische Rote Kreuz bietet daher vor allem Unternehmen ein Komplettangebot an. "Gemeinsam machen wir Österreich sicher!", so der Chefarzt abschließend.

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