Gefahrenzone

Gefahrenzone Warndreieck

Grundsätzlich können Sie als Ersthelfer Verletzte aus einer Gefahrenzone retten, wenn diese dazu nicht in der Lage sind. Voraussetzung ist, dass Sie selbst dabei nicht zu Schaden kommen. Handeln Sie situationsbedingt! Versuchen Sie eine Gefahrenzone abzusichern, damit es nicht zu weiteren Verletzungen kommt.

Ein Helfer, der sich bei Erste-Hilfe-Maßnahmen verletzt, kann niemandem mehr helfen – er wird plötzlich zu einem weiteren, zusätzlichen Patienten. Daher ist die Sicherheit des Ersthelfers, seiner Mithelfer und auch der Einsatzkräfte wichtiger als alles andere – Selbstschutz geht vor Fremdschutz!
Zweite Priorität hat die Sicherheit des Verletzten – Bewahren vor zusätzlichen Schädigungen und Gefahren!

Versuchen Sie als Ersthelfer Ruhe zu bewahren und handeln Sie immer Schritt für Schritt. Es gibt Situationen, in denen das Absetzen des Notrufes und Absichern der Gefahrenzone die einzigen Hilfsmaßnahmen sind, die ein Ersthelfer setzen kann. Daher sind Umsicht und klare Gedanken in diesen ersten Sekunden von immenser Bedeutung. Bei einem Verkehrsunfall ist die Warnung der anderen Verkehrsteilnehmer von Bedeutung: Das Rote Kreuz empfiehlt immer die Warnblinkanlage einzuschalten, die Warnweste anzuziehen und das Warndreieck aufzustellen. Leisten mehrere Personen Erste Hilfe, sollte die Aufgabenverteilung abgesprochen werden.

Bei einem plötzlichen Gewitter in freier Natur, wo kein geschützter Ort aufgesucht werden kann, ist es wichtig, möglichst auf einem freien Platz (keine Gipfelnähe, keine hohe Objekte, nicht unter einzelnen Bäumen) mit geschlossenen Beinen zu hocken und Abstand von anderen Menschen und Gegenständen (Zäune), welche in die Höhe ragen, zu halten. Stromunfälle können Lebensgefahr bedeuten. Vor jeder Rettung aus dem Gefahrenbereich muss zuerst immer der Strom abgeschaltet werden.

Um sich in einer gefährlichen Situation richtig verhalten zu können, muss man sie zuerst als solche erkennen. Die Informationen, die Ersthelfer in einem Erste-Hilfe-Kurs vermittelt bekommen, gepaart mit einem gesunden Hausverstand, helfen die unterschiedlichsten Situationen zu meistern.

Die sogenannte GAMS-Regel beschreibt das richtige Verhalten bei Gefahr:

  • Gefahr erkennen
  • Abstand halten, falls keine ausreichende Absicherung möglich ist
  • Menschenrettung durchführen (falls gefahrlos möglich)
  • Spezialkräfte anfordern und diese vorab informieren
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