Knochen- und Gelenksverletzungen

Armtragetuch_4

Stürze, zum Beispiel im Winter auf Glatteis, haben oft schlimme Folgen. "Von vergleichsweise harmlosen Quetschungen, Verstauchungen oder Verrenkungen über Brüche oder Rissquetsch-Wunden bis hin zur Gehirnerschütterung drohen bei Stürzen viele Verletzungen", sagt Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Sowohl Kinder, die durch ihren Bewegungsdrang, Übermut oder Neugier leicht ausrutschen können, als auch ältere Menschen sind gefährdet. Schreiber: "Kreislauf- und Blutdruckprobleme, fehlende Kraft, Gleichgewichtsprobleme, Schwindel, Nebenwirkungen von Medikamenten oder verminderte Sehleistung können Ursachen sein."

Im Fall des Falles ist richtige Erste Hilfe gefragt. Starke Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit oder eine Fehlstellung weisen auf einen Knochenbruch bzw. eine Verrenkung hin. Schreiber: "Versuchen Sie nicht, Gliedmaßen selbst einzurenken. Sie sollten sofort die Rettung rufen."

Bei offenen Brüchen besteht Infektionsgefahr. Schreiber: "Decken Sie offene Brüche mit einem keimfreien Wundverband ab. Bewegen Sie verletze Arme oder Beine nicht. Sie müssen ruhig gestellt werden. Bei Armen geschieht dies mit einem Dreiecktuch, bei Beinen etwa mit einer zusammengerollten Decke. Öffnen Sie beengende Kleidungsstücke des Verletzten, sprechen Sie ihm ruhig zu und rufen Sie die Rettung. Gerade in der kalten Jahreszeit ist es auch wichtig, die Eigenwärme des Verletzten zu erhalten."

socialshareprivacy info icon