Blasen

Wenn der Schuh drückt

Blasen haben schon so manche Wanderung zu einem Leidensweg werden lassen. Doch nicht nur zu enges Schuhwerk lässt Blasen entstehen. Auch Sportgeräte oder Werkzeug können Blasen entstehen lassen. "Blasen können durch Hautreizungen wie Sonnenbrand, Allergien oder Verbrennungen entstehen. Die weitaus häufigste Ursache sind aber mechanische Reizungen", sagt Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz.

 

Blasen sind kuppelförmige Ausbuchtungen der Haut, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Sie entstehen zum Beispiel durch Reibung zwischen einem Socken oder einem Schuh und der Haut. Dabei entsteht zwischen der äußeren und der darunter liegenden Hautschicht Flüssigkeit. Werden dabei auch Blutgefäße beschädigt, entstehen Blutblasen.

 

Schreiber: "Blasen sind eher ärgerlich als eine große Gefahr. Dennoch sollten sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es besteht die Möglichkeit einer Infektion." Blasen sollten daher nicht geöffnet werden, auch nicht mit einer über einer Flamme desinfizierten Nadel. Wenn die Blase geplatzt und die Haut verschoben ist, kann die Wunde mit desinfizierender Salbe behandelt werden. Auf die Wunde oder die intakte Blase sollte kein weiterer Druck mehr ausgeübt werden. Die Stelle sollte durch ein Pflaster geschützt werden – hiefür gibt es spezielle Produkte im Fachhandel.

 

Schreiber: "Ein Arztbesuch ist dann angebracht, wenn aus der Wunde als Zeichen einer Infektion gelbliches und eitriges Wundsekret austritt." Damit es aber nicht so weit kommt, sollten gefährdete Stellen an Händen und Füßen besonders geschützt werden. "Legen Sie Ringe ab und tragen sie Handschuhe. Achten Sie auf passendes Schuhwerk, das nicht zu eng und atmungsaktiv sein sollte. Halten Sie schwitzende Füße trocken. Gefährdete Stellen können auch vorsorglich mit Pflastern geschützt werden", so Schreiber. Als Hausmittel in Gebrauch ist auch Hirschtalg, mit dem die strapazierten Körperteile vorher eingeschmiert werden können.

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