Schürfwunden

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Erstversorgung von Schürfwunden
„Etwa 3.000 Mountainbiker und etwa 8.000 Inlineskater verletzen sich im Durchschnitt pro Jahr", sagt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt vom Österreichischen Roten Kreuz. Besonnenes Verhalten und richtige Ausrüstung könnten Verletzungen so mancher „Umfaller“ verhindern oder verringern.
Typische Verletzungen nach Stürzen mit dem Mountainbike sind Abschürfungen, auch Knochenbrüche sind möglich. Helm und Handschuhe gehören zur Standardausrüstung. Neben einer guten allgemeinen Fitness helfen auch Weitblick und Konzentration, Unfälle zu verhindern. „Denn niemand fällt einfach so um, sondern stürzt über Hindernisse oder bei zu schnellem Bergabfahren“, so Schreiber. Auch die Geschwindigkeit spielt bei Inlineskatern, werden bis zu 50 km/h schnell, eine Rolle. Schreiber: „Bei Stürzen auf Asphalt sind schmerzhafte und manchmal auch großflächige Hautabschürfungen noch die kleinste Folge. Helm, Handschuhe oder Handgelenksschützer, Knie- und Ellbogenschützer vermindern das Verletzungsrisiko an Kopf, Beinen, Armen, Ellbogen sowie Händen und Handgelenken.“
Wunden, wie zum Beispiel Hautabschürfungen, bergen mehrere Gefahren. Schreiber: „Ist die Haut teilweise oder völlig zerstört, verliert sie ihre Funktion, den Körper vor Krankheitserregern zu schützen. Je nach Tiefe der Verletzungen können größere Blutgefäße, Nerven oder Muskeln ebenfalls verletzt sein.“ Dadurch entstandener Schmerz wirkt sich nachteilig auf den Allgemeinzustand aus. Starke Blutungen können bei massivem Blutverlust lebensbedrohlich werden. Infektionsgefahr: Ist die Wunde durch Eitererreger infiziert, kann eine Blutvergiftung folgen. Ist die Wunde mit Erde, Mist, rostigen Nägeln oder Holzspänen verschmutzt, droht eine Infektion durch Tetanuserreger. Dagegen gibt es keine natürlichen Abwehrstoffe, aber eine Tetanus-Schutzimpfung.
„Nach einem Sturz sollte der Verletzte hingelegt oder hingesetzt und seine Wunden keimfrei verbunden werden“, so Schreiber. Ein Wundverband besteht aus drei Schichten: Die keimfreie Wundauflage schützt vor weiterer Verunreinigung. Sie darf nur vorsichtig am Rand angegriffen werden. Die Polsterschicht saugt Blut und Wundsekret auf. Heftpflaster, Mullbinden oder Dreiecktücher als dritte Schicht dienen der Befestigung. Spätestens nach sechs Stunden sollte der Verletzte beim Arzt sein. Schürfwunden, bei welchen kein Arztbesuch notwendig ist, erfordern natürlich eine Wunreinigung. Spülen Sie mit sauberem, handwarmem Wasser, bevor Sie einen Verband anlegen! Treten Entzündungen auf, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
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