Zahlen zu Katastrophen und Widerstandsfähigkeit

  • Katastrophen im Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen nehmen an Frequenz, Heftigkeit und Kostenintensität zu, und dieser Trend wird sich fortsetzen.
  • 1992 zählte das Forschungszentrum für Katastrophenepidemiologie (CRED) insgesamt 221 Naturkatastrophen mit schätzungsweise 14.811 Todesopfern und 78 Millionen Betroffenen. Der wirtschaftliche Schaden belief sich auf fast 70 Milliarden US-Dollar.
  • 2011 lagen die CRED-Zahlen bei insgesamt 336 Naturkatastrophen. Diese Katastrophen forderten rund 31.105 Menschenleben. 209 Millionen Menschen waren betroffen und die wirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf die Rekordsumme von fast 366 Milliarden US-Dollar. Allein das Mehrfachunglück in Japan verursachte 210 Milliarden US-Dollar Sachschaden.
  • Von den fast 209 Millionen Menschen, die 2011 von Naturkatastrophen betroffen waren, litten 206 Millionen Menschen an klimabedingten Katastrophen.
  • 2015 werden schätzungsweise 375 Millionen Menschen pro Jahr von klimabedingten Katastrophen betroffen sein.
  • Durchschnittlich 91 Prozent der Rotkreuz- und Rothalbmond-Einsätze im Katastrophenschutz sind auf kleine und mittelgroße Katastrophen und gesundheitliche Notlagen auf der ganzen Welt ausgerichtet.
  • Monatlich helfen lokale Rotkreuz- und Rothalbmondorganisationen weltweit im Schnitt bei 31 kleinen oder mittelgroßen Katastrophen bzw. gesundheitlichen Notlagen. Davon muss die IFRC im Durchschnitt sechs kleine oder mittelgroße Katastrophen oder gesundheitliche Notlagen aus ihrem Nothilfefond (DREF) unterstützen.
  • Obwohl die Katastrophen 'still' waren, halfen Rotes Kreuz und Roter Halbmond 2011 20 Millionen Menschen, die von diesen Katastrophen betroffen waren.
  • Eine große Katastrophe überdeckt oft zahlreiche andere, gleichzeitig passierende, Katastrophen. Beispielsweise der Hurrikan Sandy, der in den USA große Schäden verursachte und schätzungsweise 131 Menschenleben kostete. Sandys Auswirkungen auf den Bahamas, in Kuba, Jamaika, Haiti und der Dominikanischen Republik waren jedoch ebenso verheerend. Schätzungsweise kamen 137 Menschen ums Leben oder werden vermisst. Als Hurrikan Sandy in den USA wütete, fegten zur gleichen Zeit zwei andere tropische Wirbelstürme über Indien und Vietnam hinweg. Argentinien, Somalia und Indonesien wurden von Überschwemmungen heimgesucht.
  • Auch große Katastrophen sind stille Katastrophen, wenn die Hilfsmaßnahmen unterfinanziert bleiben. Dies gilt unter anderem für die Lebensmittelknappheit im südlichen Afrika, die 1,9 Millionen Menschen in Malawi (rund 12 Prozent der Bevölkerung) und über 725.000 Menschen in Lesotho (über ein Drittel der Bevölkerung) betrifft.
  • Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond half in 20,3 Millionen Menschen in besonders gefährdeten Ländern, sich besser gegen Katastrophen zu schützen. Über 77,4 Millionen Euro wurden ausgegeben um das Risiko von Katastrophen für die Menschen und ihre Gemeinschaften in 97 Ländern zu verringern.
  • 2010 und 2011 trug ECHO über 67,5 Millionen Euro bei, um im Rahmen des Programms für Katastrophenvorsorge (DIPECHO) Menschen und Gemeinschaften in 67 Ländern zu helfen, Widerstandsfähigkeit aufzubauen und besser auf Katastrophen vorbereitet zu sein.


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