Einsatz-Prüfung für Suchhunde

Intensives Training ist der Schlüssel zur Teilnahme an Einsätzen, doch bis dahin ist es ein langer Weg. Rund zwei bis drei Jahre dauert die Ausbildung eines jungen Hundes. ©RK NÖ / A. Zehetner

Hunde üben für den Einsatz

Gleich 14 Suchhunde-Teams aus Niederösterreich, Salzburg, der Steiermark und Tirol trafen sich im "Tritolwerk" bei Wiener Neustadt, um sich dem "Mission Readiness Test" - der Überprüfung für den Auslandseinsatz - zu stellen. Von besonders weit reisten vier Polizeiteams der Marrokkinischen Polizei an, denn auch sie wollten ihre Fähigkeiten unter erschwerten Bedingungen und nach internationalen Richtlinien unter Beweis stellen.

Neben einer kurzen Nachtruhe von nur vier Stunden, standen innerhalb der drei Übungstage sieben Such-Einsätze sowie Erste Hilfe für Mensch und Hund und das korrekte Markieren der Suchstellen auf dem Programm. "Es ist wichtig für einen möglichen Auslandseinsatz gerüstet zu sein", sagt Erwin Schume, Search-and-Rescue-Koordinator des Österreichischen Roten Kreuzes. "Bis es soweit ist, geben wir unser Know-how gerne an Länder weiter, in denen die Gefahr schwerer Erdbeben groß ist."

Die Suchhundestaffeln des Roten Kreuzes werden gerufen, wenn ein Mensch vermisst wird und eine erste Suche erfolglos blieb. Die auch unter erschwerten Bedingungen hohe Erfolgsrate führen die Rotkreuz-Suchhundeführer auf ihre gut ausgebildeten Tiere zurück - denn dank dem ausgeprägten Geruchssinn der vierbeinigen Kollegen konnte schon vielen Menschen rechtzeitig geholfen werden. Weltweit sind Suchhunde vor allem bei Katastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen, in Österreich in erster Linie bei Lawinen oder zur Suche von vermissten Personen im Einsatz.

©Fotos RK NÖ / A. Zehetner

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