Krankentransport - Hart in der Sache aber wertschätzend im Umgang!
„Die GKK hat kein Einsehen. Die Verhandlungen sind von unserer Seite nicht abgebrochen worden, sondern wir haben dieses Ergebnis, das nicht befriedigend ist, zur Kenntnis genommen.“sagt der sichtlich betroffene Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer.
Das Rote Kreuz ist sich seiner Verantwortung bewusst und sorgt sich um den Krankentransport. Obmann Pesserl flüchtet in persönliche Beleidigungen.
2,31 % Wertanpassung für 13 Jahre (!) sind inakzeptabel. Damit gefährdet Pesserl die Aufrechterhaltung des Krankentransportdienstes. Der Umstand, dass die Sozialversicherungsträger sich weigern den derzeit absolut nicht kostendeckenden Tarif der Kaufkraft anzupassen bringt bizarre Folgen mit sich: So ist es aktuell tatsächlich der Fall, dass ein qualifizierter Krankentransport mit hochtechnisiertem Rettungswagen inklusive bestens ausgebildetem Sanitäter billiger ist, als eine Fahrt mit dem Taxi.
13 Jahre ist der Tarif zwischen Rotem Kreuz und Sozialversicherungsträgern alt. Letztere weigern sich – trotz massiver Gewinne – den völlig veralteten Tarif anzupassen. In dem seit 1989 gültigen Vertrag sind die Leistung, welche das Rote Kreuz zu erbringen hat, und die Gegenleistung (der Preis) definiert. Die Leistung des Roten Kreuzes hat sich ständig verbessert, die Qualität der Ausbildung der Mitarbeiter, die technische Ausstattung der Fahrzeuge, die hohe Anzahl an verfügbaren Einsatzmittel. Die Gegenleistung, die Kostendeckung hat sich aber verschlechtert, da die Kaufkraft innerhalb der letzten 13 Jahre einfach gesunken ist. Ein Euro vor 13 Jahren ist heute leider keinen ganzen Euro mehr wert!
Das einfachste Beispiel dafür ist der Verbraucherpreisindex, dieser ist seit 1999 um 31,08 % angestiegen. Aber es gibt noch weitere Beispiele: So ist die Höhe der Rezeptgebühr im gleichen Zeitraum um 60,94 % durch die Sozialversicherung angehoben worden. Aber auch der Dieselpreis ist um 115 %, eine Zugfahrt von Graz nach Wien um 49 % aber auch der Kaffee ist in dieser Zeit um 123 % im Preis gestiegen.
Die immer wieder gleichen Phrasen, dass die STGKK für mehr bezahlt als sie zuständig sei, sind uns gänzlich unverständlich. Es ist im Vertrag ganz genau geregelt, welche Dienstleistungen abgegolten werden. Diese werden von uns auch zu 100 % erbracht. Wenn die GKK der Meinung ist, sie bezahlt für etwas, wofür sie nicht zuständig ist, dann muss man darüber reden, aber das rechtfertigt nicht, den Preis für eine in Anspruch genommene Leistung schmälern zu wollen bzw. diesen nicht der Kaufkraftveränderung anpassen zu wollen. Leider ist keine sachliche Diskussion möglich, da unverständlicherweise sofort das Argument kommt, man sei dafür nicht zuständig.
Das Rote Kreuz hat in den vergangenen Jahren stetig an Produktivitätsverbesserungen gearbeitet. Durch sinnvolle Einsparungen, kostensparende und effizienzsteigernde Maßnahmen und heben von Synergieeffekten ist es möglich nicht die im Verbraucherpreis abgebildete Kaufkraftverschlechterung von 31,08 % zu fordern, sondern mit 19,5 % die Kostendeckung zu erreichen. Um weiterhin für die Steirerinnen und Steirer den Krankentransport in der gewohnten Qualität auch in Zukunft erbringen zu können.
„Die Prüfungen durch Wirtschaftsprüfer des Landes Steiermark, der STGKK und auch der internen Wirtschaftsprüfer bestätigen den Erfolg der gesetzten Maßnahmen einerseits, zeigen aber auch andererseits die Dringlichkeit der wertgesicherten Anpassung der Entgelte im Krankentransport auf“ sagt Rotkreuz-Präsident Schöpfer.
Wir sind uns unserer Verantwortung voll bewusst und trachten im Sinne der Bevölkerung und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen akzeptablen Ausgang dieser misslichen Situation. Aber dazu muss auch der Partner beitragen, denn nur zu sagen ich fühle mich nicht zuständig, ist zu wenig!



