Wer darf Blutspenden?

Viele können nur schwer einsehen, warum einerseits dringend zur Blutspende aufgerufen und andererseits nicht jeder Spender zugelassen wird. Wenn wir Sie bitten, dieses Mal oder auch für einen bestimmten Zeitraum nicht zu spenden, gibt es dafür einen wichtigen Grund:

 

Aus Ihrer Blutspende werden lebensrettende Medikamente gewonnen, und schon kleinste Krankheitskeime können für einen geschwächten Menschen (EmpfängerIn) tödlich sein. Die Verträglichkeit für einen potenziellen Blutempfänger muss gewährleistet sein. Sicherheit für Blutspender und Empfänger ist unser oberstes Gebot. Jede Blutspende durchläuft eine Reihe von Sicherheitstests. Aber vor allem beginnt die Sicherheit bei dem Spender. Wer verantwortungsvoll Blut spendet, unterstützt unsere Bemühungen. Würden Sie Ihr Blut auch Ihrem eigenen Kind ohne Bedenken spenden? Dann sind Sie als Spender richtig.

 

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Spendekriterien - basierend auf dem Blutsicherheitsgesetz bzw. den Kriterien in der Blutspendeverordnung - zusammengestellt:

 

 

Akupunktur: ohne Einmalnadeln und nicht von einem Arzt durchgeführt: 4 Monate aussetzen.

Allergien:
Ausschluss während der Akutphase.

Alter: Blut spenden können alle gesunden Frauen und Männer von 18 bis 65 Jahren. Wer noch nie Blut gespendet hat, sollte nicht älter als 60 Jahre sein.

Antibiotika:
4 Wochen nach Ende der Einnahme.

Auslandsaufenthalt: siehe Übersicht Tropen- bzw. Malariagebiete. Malaria: zeitlich begrenzter Ausschluss mit oder ohne Malariaprophylaxe für 6 Monate. Aufenthalt in anderen Endemiegebieten (Cholera, Typhus, Pest ...): Ausschluss für 6 Monate nach dem Heimkehren.
Großbritannien: Personen, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Großbritannien aufgehalten haben bzw. sich dort einer Operation oder Transfusion unterzogehen haben, unterliegen einem permanenten Ausschluss.

Blutkomponenten oder -transfusion: 4 Monate nach Erhalt.

Diabetes:

Typ 1: insulinpflichtig oder mit Tabletten eingestellt: Ausschluss.

Typ 2: nur mit Diät und regelmäßiger Kontrolle: spendetauglich.


Durchfall:
nach Ereignis 4 Wochen.

Endoskopie: nach dem Ereignis 4 Monate.

Epilepsie: permanenter Ausschluss.

Fieberblase: ab dem Zeitpunkt des Auftretens der Fieberblase 10 Tage aussetzen.

Frakturen: bei unkomplizierten Frakturen Ausschluss, solange ein Gips getragen wird und eine Woche nach der Abnahme.

Häufigkeit: Frauen und Männer können alle acht Wochen, Frauen vier- bis fünfmal jährlich, Männer sechsmal jährlich Blut spenden.

HIV-Infektion: permanenter Ausschluss.

Einmaliges HIV-Risiko-Verhalten: nach dem Ereignis 4 Monate.

Hepatitis: Personen, die Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-positiv sind oder waren, bzw. Personen mit infektiöser Hepatitis unklarer Genese (bei Verdacht) unterliegen einem permanenten Ausschluss.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: z. B. Koronare Herzkrankheit, nach Infarkt: Ausschluss.

Hypertonie (Bluthochdruck):

gut eingestellt, trotz Medikamentation: spendetauglich

trotz Therapie oder unbehandelt bei Werten > 180/100: Ausschluss


Impfungen:
siehe Übersicht Wartezeiten nach Impfungen.

Malaria: Personen, die an Malaria erkrankt waren oder sind oder in einem Malariagebiet geboren oder aufgewachsen sind, unterliegen einem permanenten Ausschluss (siehe auch Auslandsaufenthalte)

Kontakt zu sonstigen Infektionskrankheiten: (z. B. Kinderkrankheiten, Lungenentzündung, Grippe): entweder für die Dauer der Inkubationszeit oder bei Unbekanntheit der Krankheit 4 Wochen nach Exposition.

Krebsleiden im Anfangsstadium (carcinoma in situ, z. B. PAP IV): spendetauglich (bitte Befund mitbringen!).

Krebsleiden (maligne Erkrankungen): permanenter Ausschluss.

Medikamente: Die Einnahme von Medikamenten kann zu einem Ausschluss führen. Bitte informieren Sie sich vor der Blutspende unter 0732 / 777 000, ob Ihre Medikation zugelassen ist.

Neurodermitis: permanenter Ausschluss bei schwerer Form, hohem IGE-Spiegel.

Operationen:

Große Operationen: Im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs oder einer schweren Verletzung (große Operation, Verbrennungen, lange Heilungsdauer, Vollnarkose allein ist kein Hinweis auf einen großen Eingriff) mit großem Blutverlust oder wenn die Person Blut- bzw. Blutkomponenten erhalten hat: 4 Monate aussetzen.

Kleine Operationen (kein Blutverlust, Spitalsaufenthalt weniger als eine Woche, keine Sepsis, komplikationslos) bzw. zahnärztliche Eingriffe: 1 Woche aussetzen.


Piercing, Ohrlochstechen: wenn außerhalb medizinischer Einrichtungen erfolgt: 4 Monate aussetzen.

Stillzeit:
Ausschluss während der Stillperiode.

Schwangerschaft: während und nach Beendigung der Schwangerschaft: 6 Monate aussetzen.

Suchtgiftmissbrauch: permanenter Ausschluss.

Tätowierung: 4 Monate aussetzen.

Infekt: 4 Wochen

Zahnbehandlung:
je nach Schwere des Eingriffs 48 Stunden bis 4 Wochen aussetzen.

Zeckenbiss: Abklärung durch den Arzt. 4 Wochen Abstand.

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