Das Grüne Kreuz war seit 1990 in Heiligenkreuz am Waasen tätig und kündigte im Juli 1996 den Dienst und die Unterkunft.

 

Der seinerzeitige Bgm. Herr Franz Bammer reagiert umgehend und nahm mit dem Roten Kreuz Leibnitz Kontakt auf. Der Rot-Kreuz Bezirksstellenleiter Dr. Johann Puntigam und der Rot-Kreuz Bezirkssekretär Dir. Johann Roth waren sich sofort einig, übernahmen diese Rettungsstelle am Marktplatz 19 und ebenso eine Handvoll Freiwilliger, die schon beim Grünen Kreuz tätig waren. Vorerst sollte es ein Probejahr mit Start am 5. August 1996 werden.

 

Als im Frühjahr 1997 durch eine Werbeaktion die Helferschaft auf 25 Personen anstieg und die geförderte Sanitätsausbildung zum Großteil abgeschlossen war, kam es am 24. Juli 1997 zur Umwandlung von einer provisorischen Rot-Kreuzstelle in ein Ortsstelle laut Satzungen und Neuwahl der Ortsstellenleitung. Seit dieser Wahl stehe ich, Herr Franz Felgitscher, als Leiter der Ortsstelle vor. Gleich darauf wurde uns ein neues Rettungsauto mit Hochdach zugesichert, jedoch war die Garage zu niedrig. Der Hausherr, Norbert Felgitscher, stellte uns einen Neubau mit entsprechenden Garagen und darüber liegenden Räumlichkeiten für die Ortsstelle in der Rosentalstraße 1 zur Verfügung. Diese wurde am 19. April 1998 in Verbindung mit der Rettungsautosegnung beim Rot-Kreuzfest eröffnet.

 

Seit über 15 Jahren ist bzw. war nun die Ortsstelle in der Rosentalstraße 1 untergebracht. Von dort aus wurden unsere Tätigkeiten und Aufgaben, die von Jahr zu Jahr mehr wurden, durchgeführt.

Zurzeit sind es an die 2000 Rettungs- und Krankentransporte, die mit zwei Fahrzeugen bewältigt werden - etwa 70.000 bis 80.000 Kilometer werden jährlich von uns zurückgelegt.

 

Weitere Aufgaben sind: Neuausbildung zum Sanitäter und zum sicheren Einsatzfahrer, sowie verpflichtende Fortbildung für alle aktiven Sanitäter und Lenker. Rot-Kreuz-Jugendausbildung und Bewerbe, Blutspendenaktionen, Beteiligung an diversen Übungen mit den Feuerwehren, Teilnahme an kulturellen, sozialen und kirchlichen Veranstaltungen.

 

Der Zeitaufwand der ehrenamtlichen Helferschaft beträgt im Jahr ca. 8.000 bis 10.000 Stunden. Das entspricht über 300 Stunden pro Kopf und Jahr oder 4 Angestellte mit 40 Stunden pro Woche.

 

Um solche Zahlen erreichen zu können, möchte ich mich bei unserem Team, einem hauptamtlichen Lenker, einem Zivildiener und bei 30 Personen, die ehrenamtlich den Dienst versehen und natürlich auch bei all jenen, die nicht mehr aktiv dabei sind, recht herzlich bedanken. Denn die Summe Aller dürfte wohl ein bisschen dazu beigetragen haben, dass wir hier und heute [Anm. Redaktion 06. Oktober 2013] dieses schöne Ortsstellengebäude in Betrieb nehmen dürfen.

 

Der Ortsstellenleiter

Abteilungskommandant Franz Felgitscher

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